Tag eins in Coburg: Was herausstach und was enttäuschte
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- Geschrieben von Stefan Günter
Der erste Tag der Bayerischen Meisterschaften ist vorbei. Die Freistiler sowie die Frauen und die weibliche Jugend bestimmten das Geschehen in der HUK-Coburg arena. Insgesamt schritten 575 Athletinnen und Athleten aus 58 gemeldeten Vereinen über die Waage. Für Marcel Fornoff, Freistil-Cheftrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes, war es eine schöne Veranstaltung, die in einem würdigen Rahmen durchgeführt wurde.
Sportlich gesehen stach für ihn die U17-Altersklasse heraus. „Da haben wir ein gutes Jahr und definitiv ein hohes Niveau“, so Fornoff in seiner sportlichen Bilanz. Mit Emil Letaief, Jakub Maier und Mark Barnowski stachen für ihn drei Athleten heraus. Die drei Nürnberger gewannen allesamt den Titel. In der Gewichtsklasse bis 60 Kilo erkämpfte sich Letaief allein 63:2-technische Punkte. Er gewann das Finale gegen den Unterföhringer Tobias Kohler mit 10:2-Wertungspunkten. Im großen Feld von 25 Teilnehmern setzte sich Jakub Mayer ebenfalls souverän durch. Acht Kämpfe musste er bestreiten, ehe er sich nach einem langen Kampftag die Goldmedaille umhängen durfte. 80:1-technische Punkte sind seine erfolgreiche Ausbeute. Er gewann das Finale gegen Erion Haliti (Neumarkt/Opf.) mit 11:1-Wertungspunkten. Adrian Barnowski gehört altersbedingt noch zur Altersklasse U17. Doch der aufstrebende Athlet der Grizzlys ging in der Altersklasse U20 auf die Matte. Auch hier dominierte er das Geschehen. Im Finale bis 61 Kilo setzte er sich nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch souverän gegen Chas-Magamed Kerimow (SC 04 Nürnberg) mit 16:6 durch.

Groß ist die Freude bei Elias Kunz (SC 04 Nürnberg), der sich im Finale bis 65 Kilo gegen den Westendorfer Maxim Kremer durchsetzte. © Stefan Günter
Der Ringerdoc und die helfenden Sanitäter bei der Bayerischen
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- Geschrieben von Stefan Günter

Ringerdoc Daniel Mahr in Behandlung. © Stefan Günter
Immer wieder schallt es in die Richtung, wenn sie gebraucht werden. Die Sanitäter wurden am ersten Tag der Bayerischen Meisterschaften bis 18 Uhr bereits 80-mal auf die Matten gerufen. „Ja, es ist schon viel los gewesen“, sagt Dr. Daniel Mahr. Der Ringerdoc des BRV ist ebenfalls schnell zur Stelle, wenn es verletzungsbedingte Blessuren gibt. Seine Aufgabe ist es auch, schwere Verletzungen, die aus dem Kampfgeschehen heraus entstehen, mit einem prüfenden Blick auszuschließen. So muss er in der Schnelle schauen, ob es sich um verrenkte Gelenke oder gar um schiefstehende Brüche handelt.
Die Bayerische zieht viele in den Bann
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- Geschrieben von Stefan Günter
Die Bayerischen Meisterschaften locken auch viele ehemalige Spitzenfunktionäre des Bayerischen Ringer-Verbandes nach Coburg. So wurden die Ehrenmitglieder Roswitha Schrenker, Jochen Conzelmann und Anton Neudorfer genauso auf den Tribünen gesichtet wie Ehrenpräsident Manfred Werner und Karl-Martin Dittmann. Der UWW-Präsident für Europa pflegt ein sehr gutes Verhältnis zum Bayerischen Ringer-Verband. Martin zeigt sich begeistert, dass es der BRV geschafft habe, seine Landesmeisterschaften komprimiert an einem Wochenende durchzuführen. Besonders hebt der UWW-Europa-Chef die Zusammenführung aller Altersklassen hervor. „Gerade die Jüngsten schauen doch bei so einer Mannschaft zu den Männern und Frauen auf. Sie sehen ganz genau, wo ihre Entwicklung hingehen kann. Für sie ist diese Bayerische ein tolles und bleibendes Erlebnis.“
BRV-Präsident Florian Geiger (links) mit UWW-Präsident Europa Karl-Martin Dittmann und BRV-Ehrenpräsident Manfred Werner © Stefan Günter
Die Bayerischen Meisterschaften sind gestartet
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- Geschrieben von Stefan Günter

Die Bayerische Meisterschaft in Coburg läuft. Zwei Tage blickt die bayerische Ringerfamilie nach Oberfranken. In der HUK-Coburg arena gehen am ersten Tag die Freistiler an den Start, am Sonntag sind die Griechisch-Römisch-Spezialisten gefordert. In seiner Rede betonte BRV-Präsident Florian Geiger, „dass wir die größte Ringkampfveranstaltung, die es jemals in Deutschland gegeben hat, erleben werden.“ Das sei ein starkes Zeichen für den bayerischen Sport und insbesondere „für unseren Sport – für seine Attraktivität, seine Breite und seine Zukunft.“ Geiger weiter: „Lassen Sie uns diese Meisterschaft gemeinsam als das erleben, was sie sein soll: Ein friedliches, faires und leidenschaftliches Ringerfest.“
Präsident Florian Geiger bei der Eröffnung in Coburg. Bilder © Stefan Günter
Etwas Großes entsteht in Nürnberg: Das Haus der Athleten
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- Geschrieben von Stefan Günter
In Nürnberg entsteht ein ehrgeiziges Zukunftsprojekt für sportlichen Nachwuchs: Mit der Grundsteinlegung des Hauses der Athleten setzen die Stadt Nürnberg und die wbg Nürnberg GmbH ein starkes Zeichen für die nachhaltige Förderung von Sport und Bildung. Direkt an der Bertolt-Brecht-Schule wird ein modernes Schülerwohnheim für 14- bis 18-jährige Leistungssportlerinnen und Leistungssportler errichtet, die Schule und Spitzensport fernab des Elternhauses miteinander verbinden. Die wbg realisiert das Vorhaben und vermietet das Gebäude langfristig an die Stadt.
Das Haus der Athleten bietet künftig Platz für bis zu 117 Jugendliche in 60 Doppelzimmern mit eigenem Bad. Zusätzlich gibt es Gemeinschaftsküchen, Aufenthalts- und Lernbereiche, eine Dachterrasse sowie eine Außenterrasse am zentralen Speisesaal. Barrierefreiheit ist fest eingeplant: rollstuhlgerechte Zimmer und barrierefreie Einzelzimmer sind vorgesehen. Pädagogische Fachkräfte begleiten den Alltag und schaffen ein stabiles, förderliches und sicheres Umfeld.

So soll das Haus der Athleten künftig ausschauen. © Alp Senyigit
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt das Projekt Maßstäbe: Es wird eine Kombination aus Fernwärme und Geothermie mit Erdsonden genutzt, um eine zukunftsfähige Energieversorgung sicherzustellen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2027 vorgesehen, die Investitionskosten belaufen sich auf rund 13,4 Millionen Euro.
Florian Geiger, Präsident des Bayerischen Ringer-Verbandes (BRV), freut sich sehr, dass nach dem Neubau der Eliteschule in Nürnberg jetzt auch der Neubau des Internats für die Sportler startet. „Es hat lange gedauert, aber jetzt geht es wieder voran und die Stadt Nürnberg schafft Voraussetzungen für die Entwicklung unserer Spitzensportler, die deutschlandweit, insbesondere beim Ringen, ihresgleichen suchen.“ Unterdessen sind die Planungen für den Neubau des Bundesstützpunktes Ringen in unmittelbarer Nähe zwischenzeitlich sehr weit fortgeschritten. Erste Förderanträge wurden gestellt. „Wenn das realisiert ist, haben wir die Möglichkeit, unsere Sportlerinnen und Sportler in einem hochmodernen Campus mit den neuesten sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Betreuungsmöglichkeiten unterzubringen“, macht Bayerns Ringerchef deutlich. Das ganze Projekt, bei welchem die Stadt Nürnberg sehr großes Engagement zeigt und viel Geld investiert, wird die herausgehobene Stellung von Bayern im deutschlandweiten Vergleich sichern und ausbauen, ergänzt Geiger.


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