„Die Voraussetzungen sind sehr gut, dass wir auch diesmal gewinnen“, blickt Cheftrainer Matthias Baumeister positiv auf den ersten Heimkampf in der Rückrunde der Ringer-Bundesliga. Diesmal gibt Aufsteiger SRC Viernheim seine Visitenkarte ab. Bereits um 17.30 Uhr kommt es in der AVIA-Arena zum Nord-Süd-Schlager in der bayerischen Oberliga, wenn die Grizzlys auf den TSV Westendorf treffen.

Trotz der knappen Auswärtsniederlage gegen den SV Wacker Burghausen verspüren die Grizzlys Rückenwind vor ihrer neuen Aufgabe. Denn zum ersten Mal geht es daheim gegen Viernheim um wichtige Punkte für die Teilnahme an der Playoff-Runde. „Schon in Viernheim waren wir schon ein gutes Stück stärker“, weiß Baumeister nur zu genau, dass gegen den Tabellenletzten die Nürnberger in der Favoritenrolle sind. Schon der Hinrundenkampf ging deutlich mit 18:6 an die Grizzlys. Acht der insgesamt zehn Einzelkämpfe konnten gewonnen werden. „Ich erwarte zahlreiche gute Duelle“, verweist der Übungsleiter im gleichen Atemzug beispielsweise auf den ersten Kampf im Leichtgewicht, wenn Grizzlys Neuzugang Ibrahim Nurallaev auf Cristian-Vasile Vagiunic trifft. „Da haben sie einen guten Mann verpflichtet“, blickt Baumeister auch gespannt auf den Kampf zwischen DRB-Kaderathlet Deniz Menekse und Pascal Hilkert. In der Hinrunde musste sich der Nürnberger allerdings im Limit bis 71 Kilo mit 2:8-Wertungspunkten geschlagen geben. „Sicher steht Viernheim in der Rückrunde etwas besser da, doch auch wir können variabler aufstellen“, so Baumeister, der die bestmögliche Aufstellung gegen die Hessen auf die Matte schicken will.

In die AVIA-Arena sind nur Geimpfte und Genese ab dem 12. Lebensjahr zugelassen. Übrigens: Franken Fernsehen wird den vorletzten Heimkampf im Wettkampfjahr 2021 wieder live übertragen.

Schon der Vorkampf verspricht einen sportlichen Leckerbissen. Zu Gast ist der TSV Westendorf. Die Allgäuer sind derzeit hinter Spitzenreiter Hallbergmoos auf Rang zwei. Der Hinkampf ging allerdings deutlich mit 6:23 verloren. „Wir haben jetzt drei Niederlagen in Folge kassiert. Jetzt haben wir es mit der wohl stärksten Mannschaft zu tun“, ist sich Coach Alexander Michael bewusst, dass der TSV mit breiter Brust die Reise in die Frankenmetropole antreten wird. „Unser Ziel ist es, nicht zu verlieren.“

Die Niederlagenserie der Nürnberg Grizzlys in der Bayerischen Oberliga geht unaufhörlich weiter. Nach den beiden Auswärtspleiten in Westendorf (6:23) und Burgebrach (12:19) unterlag die zweite Mannschaft am Samstagabend in der heimischen AVIA-Arena dem Tabellenführer Hallbergmoos mit 6:18. Der Hinrundenkampf in der Hallberghalle ging ebenfalls mit 9:21 an den Ligaprimus.

Einen Tag nach der Niederlage in Westendorf gab es für das Oberliga-Team der Nürnberg Grizzlys auch beim zweiten Auswärtskampf binnen 24 Stunden eine Niederlage. In Burgebrach hieß es nach zehn Kämpfen 12:19. Coach Alexander Michael musste auf den gesperrten Mark Weimer und verletzten Tim Stadelmann verzichten. Weil zudem nicht mehr genügend Ringer für die dritte Mannschaft zur Verfügung standen, wurde der Kampf in der Bayernliga-Nord gegen Spitzenreiter Oberölsbach abgesagt und mit 40:0 für den SC gewertet.

Doch zurück zum fränkischen Derby: Nur ein Kampf ging bis zur Pause an die Grizzlys. Im Limit bis 61 Kilo im Freistil gewann Hamed Kiani technisch überlegen gegen Christopher Rippl. Auf verlorenem Posten standen Alex Vishniakov (57 kg/Griechisch-Römisch), Yusuf Senyigit (130 kg/Freistil), Ewald Stoll (98 kg/Griechisch-Römisch) und Maximilian Gerlach (66 kg/Griechisch-Römisch).

Den ersten Kampf im zweiten Durchgang verlor Tobias Schmidt (86 kg/Griechisch-Römisch) gegen Milan Mester technisch überlegen. Keinen Gegner stellte Burgebrach im Limit bis 71 Kilo auf, sodass Adam Leifridt kampflos vier Mannschaftspunkte erhielt. In der Gewichtsklasse bis 80 Kilo wurde Horst-Philipp Krieg vor dem Pausengong technisch ausgepunktet. Während Michael Janot bis 75 Kilo der Griechisch-Römisch-Spezialisten mit 4:9 gegen Felix Pflauger verlor, holte Adrian Barnowski im letzten Kampf des Abends nochmals einen Sieg für Nürnberg. Er gewann technisch überlegen gegen Josef Giehl.

Durch die Niederlage gegen Burgebrach schlossen die Oberfranken mit 10:6-Zählern punktgleich zu den Grizzlys auf. Nürnberg rutscht auf Rang vier. Westendorf ist Zweiter, vor Ligaprimus Hallbergmoos, der am kommenden Samstag zu Gast am Zeisigweg sein wird.

 

Coach Alexander Michael war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Seinen 30. Geburtstag, den er am Freitag feierte, hatte er sich mit Sicherheit anders vorgestellt. Nicht nur, dass die Nürnberg Grizzlys den Spitzenkampf im Ostallgäuer Ringerdorf mit 6:23 deutlich abgaben, umso bitterer ist der Ausfall von Tim Stadelmann. Auch Mark Weimer wird am Abend gegen den TSV Burgebrach fehlen. Er kassierte wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Schon im Vorfeld des Kampfes gegen den TSV Westendorf hatte Coach Alexander Michael krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen. Die Nachwuchsathleten Alex Vishniakov (57 kg/Freistil) und Benny-Ben Berkil (61 kg/Griechisch-Römisch) wurden vorzeitig ausgepunktet. Im Schwergewicht unterlag Erkan Celik mit 5:7 Felix Kiyek. Yusuf Senyigit kämpfte gegen Westendorfs Legionär Luis Alejandro Villagomez, doch die 0:6-Niederlage im Halbschwergewicht bis 98 Kilo im Freistil konnte er nicht verhindern. Auch Daniel Walter wehrte sich, verlor im Limit bis 66 Kilo im Freistil Nasrat Nasratzada mit 0:6. Damit lagen die Grizzlys zur Pause bereits mit 0:13 zurück.

Nach Wiederanpfiff stand Mark Weimar in der Gewichtsklasse bis 86 Kilo im griechisch-römischen Stil Felix Jürgens gegenüber. Eine Tätlichkeit aus dem Kampf heraus brachte dem Grizzly die Rote Karte, die Disqualifikation, vier Mannschaftspunkte für Westendorf und für Weimer selbst eine Sperre. Über die Dauer muss noch entschieden werden. „Sicherlich ist die Rote Karte unnötig. Wenn der Kampfrichter die Situation vorher abpfeift, dann kommt es auch nicht dazu“, so Alexander Michael im Nachgang des Kampfes. Souverän brachte Marc Dürmeier (71 kg/Griechisch-Römisch) seinen Kampf gegen Tizian Reggel technisch überlegen zu Ende. Mit Spannung wurde das Duell von Tim Stadelmann und Simon Einsle erwartet. Doch er Kampf endete nach 2.01 Minuten, als sich der Nürnberger Bundesligaringer bei einer Aktion des Westendorfs verletzte und nicht mehr weiterkämpfen konnte. „Ich hoffe, dass keine Bänder gerissen sind“, macht Michael deutlich. In den beiden abschließenden Kämpfen bis 75 Kilo zwang Adrian Barnowski (Freistil) Matthias Einsle mit 13:10 in die Knie, während Michael Janot (Griechisch-Römisch) bei der 2:7-Niederlage Michael Heiß ordnetlich die Stirn bot.

 

In der Bayerischen Ringeroberliga gehören die Nürnberg Grizzlys weiterhin zum Spitzentrio. Zum Rückrundenauftakt gelang dem Team von Alexander Michael und Alp Senyigit ein souveräner 17:7-Heimerfolg über den TV Geiselhöring. Insgesamt holten sich die Grizzlys sieben Einzelsiege.

Bereits nach fünf absolvierten Kämpfen führte Nürnberg mit 10:3. Den einzigen technischen Überlegenheitssieg gab es gleich zu Beginn im leichtesten Limit, als Julian Edel bis 57 Kilo im griechisch-römischen Stil Simon Thurner vorzeitig mit 16:0 auspunktete. Im Schwergewicht zog Yusuf Senyigit nach, der Richard Krimmer mit 7:0 bezwang. Auf verlorenem Posten war Benny-Ben Berkil (61 kg/Freistil), der gegen Abdul-Basir Ibrahim deutlich mit 0:14 verlor. Philipp Vanek (98 kg) und Hamed Kiani (66 kg/beide Griechisch-Römisch) holten vor der Pause noch zwei Einzelsiege.

Direkt nach Wiederanpfiff holte Franco Besold (86 kg/Freistil) zwei Mannschaftspunkte. Bundesliga-Ringer Tim Stadelmann gewann sein Freistilduell bis 71 Kilo gegen Ilja Vorobev ebenfalls. Knapp endete das Duell im Limit bis 80 Kilo im griechisch-römischen Stil zwischen Ali Raoof Kareem Al-Saadi und Lukas Würstl. Mit 2:1-Wertungspunkten blieb der Grizzly siegreich. Dass die letzten beiden Kämpfe im Limit bis 75 Kilo noch an die Gäste aus Niederbayern gingen, spielte keine Rolle mehr. Zu diesem Zeitpunkt war die Messe bereits gelesen. Mark Weimar (Griechisch-Römisch) und Adrian Barnowski (Freistil) gaben zum Kampfende ihre Einzelduelle jeweils ab. Mit 10:2-Zählern liegen die Grizzlys derzeit hinter den punktgleichen Westendorfern auf Rang drei. Am kommenden Freitag kommt es übrigens im Allgäu zum Nachholkampf, der Anfang Oktober nicht stattfinden konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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