BM Wettkampfstätte: 83471 Berchtesgaden, Sporthalle des Bob- und Schlittensportverbandes Deutschland, An der Schießstätte 4

Nachdem die Ringer des TSV Westendorf vergangenes Wochenende pausieren mussten, greifen sie am Samstag wieder ins Geschehen ein. Die Ostallgäuer treten daheim gegen den TV Geiselhöring an. Dagegen ist die zweite Mannschaft diesmal kampffrei.

Zuletzt gewann der TSV Westendorf souverän den Auswärtskampf beim ESV München-Ost mit 33:16. Das Duell in der Landeshauptstadt war für die zweite Mannschaft sehr erfolgreich, weil zehn der insgesamt 14 Einzelkämpfe auf das Konto des TSV gingen. Insgesamt holte Westendorf fünf Schultersiege durch Farid Arabzadah (57 kg/Freistil), Niclas Gaa (61 kg/Griechisch-Römisch), Markus Stechele (66 kg/Freistil), Felix Kiyek (130 kg/Freistil) und Luis Wurmser (61 kg/Griechisch-Römisch). Dadurch ebneten sie den souveränen Erfolg beim ESV München-Ost.

Ob es in der Bayerischen Oberliga genauso ein Schützenfest gibt, ist schwer einzuschätzen. Der TV Geiselhöring gibt ab 19.30 Uhr seine Visitenkarte in der Sparkassenarena ab. Der Aufsteiger aus dem niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen ist mit zwei Niederlagen in die neue Saison gestartet. Der 11:17-Heimniederlage gegen die Nürnberg Grizzlys folgte eine weitere 11:21-Pleite daheim gegen den SV Siegfried Hallbergmoos. Der TSV Westendorf startete Anfang September mit einem überzeugen Sieg über den SC Anger. „Wir werden Geiselhöring definitiv nicht unterschätzen“, freut sich TSV-Vorstand Robert Zech auf den nächsten Heimkampf. „Wir ringen auf Sieg und begrüßen den Newcomer in unserer Wirkungsstätte. Wir wollen weiterhin zeigen, dass wir heimstark sind.“

Wie schon beim ersten Kampf gegen Anger werden weiterhin bis zu 400 Zuschauer unter Einhaltung der 3G-Regel in die Halle zugelassen.

 

Der Ringkampfsport ist zurück: Zwei Jahre lang mussten Fans und Athleten warten, ehe es am vergangenen Samstag verheißungsvoll in die neue Saison ging. Zum Auftakt in der Oberliga empfing der TSV Westendorf den SC Anger. Die Ostallgäuer feierten einen deutlichen 21:13-Heimerfolg über das Team aus dem Berchtesgadener Land. 

Allein sechs Einzelsiege gingen auf das Konto des TSV. Edris Fazeli (57 kg/Freistil), Michael Steiner (61 kg/Griechisch-Römisch), Nasrat Nasratzada (66 kg/Freistil), Matthias Einsle (75 kg/Freistil), Simon Einsle (80 kg/Freistil) und Felix Jürgens (86 kg/Griechisch-Römisch) ließen sich von den Fans frenetisch feiern. Alle Zuschauer kamen nur unter Einhaltung der 3G-Regel in die Sparkassenarena. „Ich bin so froh und dankbar, dass wir wieder vor unseren Fans ringen dürfen. Wir haben im Vorfeld das Maximum bei der Umsetzung der Hygienevorschriften erreicht. Nun können wir durchstarten“, freute sich Vereinsboss Robert Zech nicht über 250 Zuschauer in der Halle, sondern auch über den starken Auftritt der Ringer. Die Corona-Pandemie konnten die Athleten während des Kampfes beiseitelegen. „Es hätte keinen Spaß gemacht, nur vor 20 Fans zu ringen. Dass wir wieder vor großer Kulisse starten dürfen, ist auch enorm wichtig für unseren Sport“, ergänzt Freistil-Cheftrainer Matthias Einsle. „Sicherlich fehlen uns noch etwa fünf bis acht Prozent, aber die Routine wird bald wieder da sein.“ Für Ringerchef Thomas Stechele sei Felix Jürgens der ‚Mann des Abends‘, weil er den favorisierten Simon Öllinger vorzeitig schulterte. „Es war ein toller Abend mit tollen Kämpfen. So kann es für uns, den TSV Westendorf, weitergehen.“

Der TSV Westendorf hat die positive Nachricht, mit Beginn der Oberliga-Saison, wieder Zuschauer begrüßen zu dürfen, mit Freude aufgenommen. Auch wenn seit vergangenem Dienstag eine Menge Arbeit für die Heimpremiere am Samstag gegen den SC Anger zu erledigen ist.

Nach zwei Jahren finden wieder Wettkämpfe in der Sparkassen-Arena statt. Gleich zu Beginn kommt es zum Prestige-Duell mit dem SC Anger. Beide Teams haben sich in der Vergangenheit immer ein Duell auf Augenhöhe geliefert. In der Saison 2019 konnte der TSV Westendorf beide Kämpfe für sich entscheiden. „Wir haben uns immer knappe Kämpfe geliefert“, so Abteilungsleiter Thomas Stechele. „Viel wichtiger ist die Tatsache, welche Ringer es am besten schaffen, wieder in den Wettkampfmodus zu gelangen.“ Doch mit den Fans im Rücken steht einer optimalen Premiere nichts mehr im Weg.

Bis zu 400 Zuschauer sind beim ersten Heimkampf dieser Saison zugelassen. Anders als die Jahre zuvor wird es heuer keine Dauerkarten, sondern nur Abendtickets geben. Die Dauerkartenbesitzer von 2019 genießen bei allen sechs Heimkämpfen jeweils Vorkaufsrecht. „Wer sich bis Samstagabend um 18.45 Uhr seine Karte nicht geholt hat, hat dann keinen Anspruch mehr. Danach geht der Platz in den freien Verkauf“, so Vorstand Robert Zech. Der Eintritt beim ersten Kampf kostet auf den Steh- und Sitzplätzen jeweils fünf Euro. Es gilt die 3G-Regel. Kinder ab dem siebten Lebensjahr müssen ebenfalls getestet oder genesen sein. Das Tragen einer medizinischen Maske am Platz ist Voraussetzung. „Wer isst oder trinkt, darf natürlich seine Maske abnehmen“, ergänzt Zech. Strenge Kontrollen beim Eingang sind unabdingbar. Der Personalausweis muss auf Verlangen vorgezeigt werden. „Wir haben noch die Möglichkeit, dass sich einige Besucher verteilt in der Gaststätte den Kampf auf Leinwand anschauen können“, hofft Zech, nicht alle Fans wegschicken zu müssen. „Doch wenn unsere Kapazitäten vollständig erreicht sind, lassen wir niemanden mehr in die Halle“, begründet Stechele die Entscheidung.

Der Deutsche Ringer-Bund hat vor Wochen schon signalisiert, für die Männer und Frauen erneut keine nationalen Titelkämpfe auszurichten. Die letzten Meisterschaften fanden 2019 in Kaufbeuren und Riegelsberg (Saarland) statt. Schon im vergangenen Jahr konnten coronabedingt keine Medaillen vergeben werden. Nun soll eine „interne Meisterschaft“ den Bundestrainern wenigstens einen Überblick über die Leistungsdichte in Form eines Kaderturniers geben. Christopher Kraemer und Niklas Stechele vom TSV Westendorf sind ebenfalls mit dabei.
 
Kraemer geht im Limit bis 63 Kilo auf die Matte. Der 25-jährige Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes startet im griechisch-römischen Stil. Zum jetzigen Stand haben insgesamt nur sechs Ringer für diese Gewichtsklasse gemeldet. Der Ostallgäuer hat mit Andrej Ginc (Frankfurt/Oder) einen direkten Konkurrenten zum Gegner. Erschwerend kommt hinzu, dass der Trainingspartner des dreifachen Weltmeisters Frank Stäbler, Abdolmohammad Papi (KSV Musberg) ebenfalls an den Start gehen wird. Vom SC Oberölsbach gibt es noch einen weiteren bayerischen Starter. „Für mich ist das Kaderturnier die nächste Hürde auf dem Weg zur Nominierung für die Weltmeisterschaft in Oslo“, sagt Christopher Kraemer. Er hoffe, dass er sich in Hösbach gut präsentieren könne. Zahlreiche Turniere mussten heuer wegen der Pandemie abgesagt werden. Nur in Polen stand der DRB-Athlet im Juni auf der Matte, wo er die Bronzemedaille erkämpfte. Von daher nimmt Kraemer jede Möglichkeit mit, sich national und international zu beweisen. Mitte September geht es für ihn zu den Thor Masters nach Dänemark. Selbst die Bundesligakämpfe, die er für den SC Siegfried Kleinostheim bestreitet, dienen ihm als Vorbereitung.
 
Auch sein Westendorfer Vereinskollege Niklas Stechele wird im unterfränkischen Hösbach auf die Matte gehen. Statt im Limit bis 57 Kilo schreitet der 21-jährige Freistilspezialist eine Gewichtsklasse höher (61 kg) über die Waage. Neben den bayerischen Athleten Robert Molnar (SC Anger) und Daniel Walter (Johannis Nürnberg) komplettieren noch Ramzan Awtaev (TV Essen-Dellwig), Julien Zinser (VfK Schifferstadt), Viktor Lyzen (KSV Köllerbach), Nico Megerle (ASV Urloffen), Ashot Shahbazyan (ASV Mainz) und Moritz Langer (KFC Leipzig) das neunköpfige Teilnehmerfeld. Für Stechele zählen besonders Viktor Lyzen und Nico Megerle zu den Favoriten. „Ich mache mir da wenig Druck, kämpfe einfach“, so die Marschroute des Westendorfers, der sich trotzdem mit einer guten Platzierung in der fremden Gewichtsklasse Hoffnungen auf eine Nominierung für die U23-WM in Belgrad oder der Männer-WM in Oslo machen kann. tsv
 

Noch ist Christopher Kraemer nicht hundertprozentig fit. Der Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes ist allerdings auf einem guten Weg der Besserung. Sein größter Konkurrent, Etienne Kinsinger, schaffte vor wenigen Wochen Großes: Der Saarländer löste beim Qualifikationsturnier in Budapest (Ungarn) das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio. Der Bundesliga-Ringer des KSV Köllerbach geht im Limit bis 60 Kilo, Kraemer dagegen bis 63 Kilo, einer nicht-olympischen Gewichtsklasse, auf die Matte. Christopher Kraemer stand Rede und Antwort.

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