Die alljährliche Versammlung des Bezirks Oberbayern im Bayerischen Ringer-Verband hat kürzlich im Haus des Sports in München stattgefunden. Nachdem Corona in den vergangenen beiden Jahren doch seine Spuren sehr deutlich hinterlassen hat, der Bezirk mit seinen Vereinen aber trotzdem sehr aktiv war, standen viele Themen auf der Agenda.

Bezirkschef Günter Reinhardt war es ein besonderes Anliegen, erfolgreiche Athleten hochleben zu lassen. Zudem wurden langjährige Bezirksfunktionäre gebührend verabschiedet. Klara Winkler vom SC Isaria Unterföhring wurde für ihren Sieg bei der Deutschen Meisterschaft 2021 und für die erfolgreiche Titelverteidigung ein Jahr später geehrt. Dominik Thiel erhielt für seine Goldmedaille, die er sich dieses Jahr bei den nationalen Meisterschaften erkämpfte, ebenfalls eine Ehrung. „Dass Dominik den Titel gleich im ersten Jahr in seiner Altersklasse ist ein großartiger Erfolg“, lobt Günter Reinhardt. Hier wachse etwas Erfolgreiches heran.

Sportreferent Johann Essel, Jugendreferent Aaron Sanders, Dominik Thiel, Klara Winkler und Bezirksvorsitzender Günter Reinhardt.

Franz Mörtel, der viele Jahre im Rechtsausschuss im Bezirk Oberbayern tätig war, ist feierlich verabschiedet worden. „Er hatte stets eine ruhige und souveräne Art, sodass er alle Streitthemen, welche in den Ausschuss kamen, immer ohne Schwierigkeiten lösen konnte“, hob der Bezirkschef hervor. Aufgrund seines Engagements erhielt er die Silberne Ehrennadel des Bayerischen Ringer-Verbandes. Der Zweite, der eine Silberne Ehrennadel erhielt, war Hans Beland. Vielen ist er noch als Kampfrichter bekannt. „Seine wahrscheinlich größte Leistung zeigte er über zehn Jahre als Ligenreferent, zuerst für die Bezirke Oberbayern und Schwaben, später dann für den ganzen Bereich im Süden Bayerns. Die Aufgabe über alle bayerischen Ligen hinweg einen guten Ablauf hinzubekommen, ist wahrlich eine Mammutaufgabe“, hebt Reinhardt in seinen Ausführungen hervor.

Nachfolger und Vorgänger: Gerhard Sturm (links) Franz Mörtl und Günter Reinhard. © BRV Bezirk Oberbayern

Weil er altersbedingt ausschied, ehrte der Bezirk Oberbayern Ewald Greif. Über 42 Jahre führte er die Kasse und steuerte so die Finanzen des Bezirks. Ihm sei es zu verdanken, dass der Bezirk Oberbayern stets durch Krisenzeiten kam. Für diese langjährige Treue zum BRV gab es aus den Händen von Günter Reinhardt die Goldene Ehrennadel des Bezirks.

Zwei weitere große Themen waren die Förderung des Frauen- und Mädchenringens, sowie das immer stärker kommende Beach-Wrestling. Kathrin Hansens, neue Frauen- und Mädchenreferentin des BRV und zugleich die Funktionsinhaberin im Bezirk, zeigte viele Aktionen auf, welche in 2022 stattgefunden haben. So gibt es mittlerweile ein Mädchenteam Oberbayern, was derzeit 25 aktive Athletinnen beinhaltet. „Hier geht wirklich was vorwärts. Das Mädchenringen bei uns in Oberbayern nimmt gerade mächtig Fahrt auf“, freut sich Reinhardt. Die Vereine waren sich einig: Hier muss es mit dem gleichen Elan weitergehen.

Bis vor zwei Jahren war Beach-Wrestling nahezu unbekannt. Im Juli dieses Jahres stand in Hallbergmoos die erste Deutsche Meisterschaft auf dem Programm. Ein voller Erfolg. Sowohl die Zuschauer- als auch die Teilnehmerzahl waren sehr groß. Ein weiteres Beach Wrestling-Turnier wurde in Feldkirchen abgehalten. Hier das gleiche Bild: Viele Zuschauer und viele Teilnehmer. Dieses dritte Standbein nach Freistil und Griechisch-Römisch hat vor allem für die Jugend eine magnetische Anziehungskraft. Die Regeln sind für alle einfach nachzuvollziehen und es hat die Leichtigkeit und bietet Spaß für alle. Das hat Zukunft.

Ansonsten war noch ein wichtiger Punkt die Bezirksmeisterschaften. Hier wurde die Terminenge bemängelt. Es ist fast nicht möglich an den geplanten Tagen eine Halle zu bekommen. Auch wurde über den Modus diskutiert. Die Versammlung verlief sehr harmonisch, auch wenn es viele Diskussionspunkte gab. Aber alle waren bestrebt das Beste für die Zukunft des Ringsports zu leisten.

Der  ESV Neuaubing  trauert um seinen ehemaligen  Spitzensportler  Franz Swoboda , der vor kurzem im  91. Lebensjahr  verstorben ist, Der zweimalige  deutscher Federgewichtsmeister , der schon  1957  bei der Weltmeisterschaft in  Istanbul , für  Deutschland auf der Matte stand, konnte mit dem  ESV Neuaubing "Deutscher Mannschafts-Meister und einmal Deutscher Mannschafts-Vizemeister" werden. Franz Swoboda  zeichnete für viele sportliche Erfolge der  Münchner Vorstädter. Die  Neuaubinger  verlieren mit ihm einen großen, fairen Sportsmann, der durch sein Können und Wirken, lange Jahre, stets Vorbild für die Jugend war.

Schulterschluss gibt es längst bei allen Bezirksvorsitzenden innerhalb des Bayerischen Ringer-Verbands. So stand bei einer Onlinesitzung das Mädchen- und Frauenringen im Fokus, bei der Frauenreferentin Emma Stühle den Bezirkschefs ihre Sichtweise gab, wie es um das Frauenringen in Bayern bestellt ist. Eine eigene Arbeitsgruppe beschäftigt sich nun seit Wochen damit, den weiblichen Ringkampf immer mehr in das Interesse der Öffentlichkeit zu rücken.



Die Teilnehmerinnen mit Frauen- und Mädchenreferentin Kathrin Hanses sowie Bezirksvorsitzender Günter Reinhardt. © BRV/Bezirk Oberbayerm

Der Bezirk Oberbayern, mit Bezirksvorsitzender Günter Reinhard und Mädchen- und Frauenreferentin Kathrin Hanses, geht hier bereits einen weiteren Schritt voraus. Am Rande der Titelkämpfe im Bezirk haben sie in Feldkirchen offiziell das Bezirksmädchenteam Oberbayern gegründet. So wurden alle anwesenden Ringerinnen, die auch am ersten Mangfall-Cup in Feldkirchen teilnahmen, namentlich von Kathrin Hanses und dem Bezirksvorsitzenden persönlich mit einem „Willkommensgeschenk“ als Mitglied dieses Teams begrüßt.

„Ziel ist es, das Mädchenringen stärker zu fördern und durch gemeinsames Auftreten als Team Oberbayern das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt zu stärken“, sagen Reinhardt und Hanses unisono. Auf diesem Weg hofft die Bezirksleitung auch verstärkt Mädchen zum Ringen zu bringen. Der erste Schritt ist getan. Die anwesenden Ringerinnen waren nicht nur begeistert, sie wünschen sich noch weitere Aktionen, welche auch bereits in der Planung sind.

Eigentlich findet die Ehrung langjähriger Mitglieder immer anlässlich der Jahreshauptversammlung statt. In diesem Jahr ist vieles anders, darum hat der Verein die Ehrung für ein sehr seltenes Ereignis in das Wohnzimmer des Jubilars verlegt.

Das Andi-Walter-Gedächtnisturnier des SC Isaria Unterföhring wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Bereits zum 41. Mal findet am Karsamstag, den 11. April, das A-, B-, C-, D- und E-Jugendturnier sowie der Ladies Cup jeweils im Freien Stil statt. Der Andrang ist Jahr für Jahr sehr groß.

„Wir haben uns dieses Jahr, erstmals in Bayern, für eine komplette Voranmeldung mit Bezahlung bei einem Turnier entschieden“, verweist Vereinschef Georg Daimer auf plausible Hintergründe: „Es erfolgen deutlich mehr Meldungen als wirklich kommen. Dadurch haben wir mehr Planungssicherheit für die Anzahl der von uns bereitzustellenden Matten. Weitere Punkte sind die Einteilung der Schiedsrichter, Bereitstellung von Helferinnen und Helfer in ausreichender Zahl sowie der Einkauf für die Bewirtung.“

Der Ablauf ist wie in der Ausschreibung festgelegt: Die bayerischen Vereine melden über das Portal des BRV. Der SC Isaria Unterföhring holt sich täglich die Daten. Vereine aus anderen Landesorganisationen und Ländern melden über die offizielle Homepage www.scisaria.de. Nach Meldungseingang wird umgehend die Rechnung mit dem Hinweis verschickt, dass die Meldung erst verbindlich ist, wenn der fällige Betrag auf das Konto eingegangen ist. Bei Nichtteilnahme am Turnier wird auch die Startgebühr nicht zurückerstattet. Eine Nachmeldung am Turniertag ist nicht möglich. „Wir planen ausschließlich mit den gemeldeten Teilnehmern“, macht Georg Daimer deutlich. Die Anzahl der teilnehmender Ringer ist auf 350 beschränkt.

Hier geht es zur Ausschreibung in unserem Download-Bereich

 

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