Die Nürnberg Grizzlys sind nicht mehr Tabellenführer der Bayerischen Oberliga. Nach ihren beiden Siegen über Geiselhöring und Burgebrach kassierten sie am vergangenen Samstag eine deutliche Auswärtsniederlage. Mit 9:21 unterlagen sie beim SV Siegfried Hallbergmoos.

Nur drei Kämpfe gingen in der Hallberghalle auf das Konto der Grizzlys, wobei im ersten Durchgang nur Philipp Vanek (Griechisch-Römisch) im Schwergewicht und Daniel Walter (Freistil) siegreich blieben. Beide holten zusammen sechs Mannschaftspunkte. Zur Pause führte Hallbergmoos mit 9:6. Im zweiten Durchgang baute der Gastgeber seine Führung nach vier aufeinanderfolgenden Siegen auf 21:6 aus, ehe Michael Janot im letzten Kampf bis 75 Kilo im griechisch-römischen Stil noch eine Ergebniskorrektur schaffte und seinen Kampf gegen Vladislavs Jakubovics mit 9:1-Wertungspunkten gewann. Weil zeitgleich Westendorf im Heimkampf gegen Geiselhöring siegreich hervorging, holte sich der TSV nach dem dritten Kampf mit 4:0-Punkten die Tabellenführung. Nürnberg liegt mit zwei Siegen und einer Niederlage hinter Hallbergmoos (Rang zwei) auf Rang drei. Schon am kommenden Samstag kann sich daran wieder alles ändern, wenn die Grizzlys daheim auf den SC Anger treffen.

 

In der Bundesliga stehen die Nürnberg Grizzlys vor einem ruhigen Wochenende. Nach der Auftaktniederlage vor einer Woche gegen Wacker Burghausen ruht die gesamte Liga aufgrund eines hochkarätigen Turniers. Bei den Thor Masters in Dänemark steht auch der Grizzly Denis Menekse im Limit bis 63 Kilo auf der Matte.

Dafür gibt es ein volles Programm in den bayerischen Ligen. In der Bayernliga-Nord hat die dritte Mannschaft der Grizzlys einen Gastauftritt beim ASV Hof. Dort versuchen sie nach zwei Niederlagen in Folge ihren ersten Saisonsieg einzutüten.

Ihre weiße Weste will dagegen die zweite Mannschaft in der höchsten bayerischen Liga wahren. Das Team von Alexander Michael und Alp Senyigit muss auswärts beim SV Siegfried Hallbergmoos antreten. Die Oberbayern, die Anfang September kampffrei waren, stiegen erst vergangenes Wochenende ins Geschehen ein. Dort gewannen sie verdient in Geiselhöring mit 21:11. Sieben der insgesamt zehn angesetzten Einzelkämpfe gingen auf das Konto des ehemaligen Bundesligisten. Es ist ein richtiger Spitzenkampf, der auf die Grizzlys wartet. „Ich erwarte eine enge Kiste“, freut sich Coach Michael auf das Kräftemessen mit Hallbergmoos. Zuletzt gab es vor sieben Jahren den Vergleich zwischen dem SVS und der zweiten Mannschaft der Grizzlys. Beide Duelle gingen damals klar und deutlich an das Team aus dem Landkreis Freising. Doch diesmal ist der Ausgang völlig offen.

Nach dem überzeugenden Auftritt zum Saisonstart beim TV Geiselhöring wird die Aufgabe für das Grizzly-Team in der Bayerischen Oberliga am Samstag bedeutend schwerer. Die Nürnberger treffen bereits um 17.30 Uhr in der AVIA-Arena auf den TSV Burgebrach.

Dass sich beide Teams schon in der Vergangenheit stets ein Duell auf Augenhöhe lieferten, zeigen die Ergebnisse aus der Saison 2019. Zwar konnten die Grizzlys beide Begegnungen in der Oberliga-Nord für sich entscheiden, doch waren die Kampfverläufe sowohl beim 19:14 in eigener Wirkungsstätte als auch das knappe 16:14 in Burgebrach sehr knapp bemessen. „Ich erwarte erneut ein sehr hitziges Duell“, fiebert Coach Alexander Michael der Heimpremiere vor eigenem Publikum schon entgegen. Alles Weitere gibt es auf der Nürnberg Grizzly-Homepage

Die Nürnberg Grizzlys sind mit einem Sieg in die neue Oberliga-Saison gestartet. Das Team von Alexander Michael und Alp Senyigit gewann zum Auftakt den Auswärtskampf beim TV Geiselhöring mit 17:11. Insgesamt gingen sechs Einzelsiege auf das Konto der Grizzlys.

Das Oberliga-Team der Grizzlys nach dem Sieg über Geiselhöring beim gemeinsamen Gruppenbild. © Nürnberg Grizzlys/Alexander Michael 

„Ich bin sehr zufrieden, wir haben eine klasse Mannschaftsleistung abgerufen“, klatscht Coach Michael nach dem gelungenen Saisonstart in die Hände. Nicht nur, dass die Taktik aufgegangen ist, mussten die Nürnberger doch gegen ein Team antreten, gegen das sie noch nie gerungen haben. Allerdings hatte das Trainergespann bei der Aufstellung ein glückliches Händchen. Julian Edel gewann zum Auftakt im leichtesten Limit technisch überlegen gegen Simon Thurner. Im Schwergewicht gab Philip Röhlen zwei Mannschaftspunkte ab. Er unterlag Ulrich Blümel. Maximilian Gerlach (61 kg/Griechisch-Römisch) verlor seinen Kampf gegen Abdul Basir Ibrahimi, während Yusuf Senyigit (Freistil) im Halbschwergewicht drei Mannschaftspunkte einfuhr. Im letzten Kampf vor der Pause blieb Daniel Walter (66 kg/Freistil) gegen Alexandros Pilavidis siegreich. Nach fünf Kämpfen führten die Grizzlys mit 9:5.

Nach Wiederanpfiff verlor Tobias Schmitt (86 kg/Griechisch-Römisch) gegen Lukas Würstl. Auch Jonas Edel musste sich im Limit bis 71 Kilo im griechisch-römischen Stil Ion Gaimer geschlagen geben. Es war für den Gastgeber der letzte Einzelsieg. Fortan dominierten die Grizzlys und konnten in den verbleibenden drei Kämpfen den Sack vollends zumachen. Mit der letzten Wertung (5:5) schaffte Evgeniy Valentir einen knappen und wichtigen Sieg in der Gewichtsklasse bis 80 Kilo im Freistil gegen Thomas Kott, der mit einem Mannschaftspunkt belohnt wurde. In den beiden abschließenden Duell bis 75 Kilo blieben Adrian Barnowski (Freistil) und Michael Janot (Griechisch-Römisch) erfolgreich und tüteten damit den ersten Saisonsieg ein.

„Geiselhöring ist ein unbequemer Gegner gewesen. Aber es war wieder ein absolutes Highlight auf der Matte zu stehen und den Jungs beim Ringen zuzuschauen“, freute sich Grizzly-Coach Alexander Michael auch über das Zuschauerinteresse. 350 Besucher wollten den Oberligakampf sehen. „Es hat uns richtig Spaß gemacht. Die Stimmung war super.“

Während das Bundesliga-Team der Nürnberg Grizzlys erst am 11. September in die neue Saison mit dem Heimkampf gegen den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister Burghausen startet, steht schon die zweite Mannschaft ab Samstag im Fokus. Mit dem Auswärtskampf beim TV Geiselhöring beginnt die neue Oberliga-Runde.

Nach einem coronabedingten Jahr Pause greifen 2021 sieben Teams an. Der ATSV Kelheim zog zurück, weil sie keine schlagkräftige Mannschaft zusammenbrachten. Nun ermitteln Burgebrach, Mietraching, Geiselhöring, Hallbergmoos, Westendorf, Anger und die Grizzlys den Meister und Aufsteiger in die neugeschaffene Zweite Bundesliga. „Die eingleisige Oberliga ist mit Abstand stärker geworden als noch vor zwei Jahren, als sie in eine Süd- und Nordstaffel aufgeteilt war“, erwartet Coach Alexander Michael mit Spannung die neue Saison. Für ihn gehören Anger, Hallbergmoos und Westendorf zu den Favoriten. Und die Grizzlys selbst? „Wir wollen natürlich in die obere Hälfte der Tabelle. Da gehören wir auch hin“, so Michael. Er könne die gesamte Liga schwer einschätzen. Beim Auftaktkampf in Geiselhöring betreten die Nürnberger neues Terrain. Vor zwei Jahren gelang dem Team aus dem niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen knapp der Aufstieg in die höchste bayerische Klasse. „Wir kennen sie kaum bis gar nicht, aber wir wollen den Kampf positiv gestalten, um mit einem Sieg in die neue Runde zu starten“, so Alexander Michael, der zusammen mit Alp Senyigit das Team am Mattenrand pushen wird.

Das Oberliga-Team der Grizzlys ist gespickt mit starken Nachwuchsathleten. Allen voran gehören ihnen zwei aktuelle Deutsche Meister an. Denn am vergangenen Wochenende holten sich Ewald Stoll und Erdogan Güzey den nationalen Titel. Mit Adrian Barnowski und Yusuf Senyigit sind zusätzlich zwei weitere Kaderathleten des Deutschen Ringer-Bundes dabei. Hinzu kommen Daniel Walter, Maximilian Gerlach, Michael Janot, Adam Leifridt sowie die Brüder Jonas und Julian Edel. Zu den erfahrenen Ringern zählen Michael Lutz, Franco Besold und Tobias Schmidt. „All die Eigengewächse sind unsere Aushängeschilder“, ist Alexander Michael sehr stolz über den Kader. Was die Nürnberg Grizzlys besonders auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie in Bayern als einziger Verein überhaupt drei Männerteams für den Ligenbetrieb stellen. Die dritte Mannschaft ringt übrigens in der Bayernliga-Nord.

Alexander Michael dagegen muss als Aktiver die nächsten Monate erst einmal pausieren. Beim Kaderturnier des Deutschen Ringer-Bundes in Hösbach verletzte er sich im Juli. Sein Auftritt dauerte übrigens nur zehn Sekunden. Am Ende riss er sich den Wadenmuskel, das vordere Kreuzband und das Innenbann an, auch das Außenband und das hintere Kreuzband riss er sich komplett durch. Die OP erfolgte bereits beim Ringer-Doc des DRB, Dr. Klaus Johann. „Wenn alles gut verläuft, dann bin ich in einem halben Jahr wieder auf der Matte“, so Michael optimistisch.

 

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