„Hier regiert der ASV“, hallte es noch lange nach dem eindeutigen Mannschaftssieg der Hofer Ringer durch die Jahnhalle. Die rund 300 Zuschauer sahen eine hochkarätige Bayernliga-Begegnung mit Zweikämpfen, die mit allen Facetten ausgestattet waren. Klare Überlegenheitssiege, Schultersiege, Aufholjagden, von Taktik geprägte Kämpfe oder aber souveräne Punktsiege. Dieser Kampfabend lieferte alles, was das Ringerherz begehrte. Die ASV-Ringer setzten nach zwei knappen Niederlagen mit dem ersten Heimsieg ein Ausrufezeichen. Kampfleiter Kohlhaus aus Thüringen leitete die Kämpfe und zeigte eine ordentliche Leistung.

Stimmen zum Mannschafskampf

Trainer Fabian Rudert: „Wieder einmal mehr ist jeder an seine Grenzen gegangen und hat alles gegeben. Es tut gut, vor einem so fantastischen Publikum den ersten Heimsieg zu landen.“

Stellv. Vorsitzender und Hallensprecher Peter Schaller: „Das war eine hervorragende Vorstellung unserer Ringer. Sie haben, auch in dieser Höhe, verdient gewonnen. Der gesamte Mannschaftskampf und die Atmosphäre waren sensationell. Das war Werbung für den Ringkampfsport.“

Jonas Högn (Spielleiter des FC Wiesla): „Ein Großteil unserer Jungs waren das erste Mal bei einem Kampf des ASV Hof. Allerdings übertrug sich der Kampfgeist und der Siegeswille der Hofer Ringer direkt auch in den Fanblock. So entstand in der Jahnhalle eine fantastische Atmosphäre. Es war eine beeindruckende Mannschaftsleistung. Die Jungs auf der Matte haben alles gegeben und damit konnten Sie sich abschließend auch völlig verdient als Sieger feiern lassen. Das gemeinsame Feiern des Erfolges brachte zum Ausdruck, wie wichtig und aktiv das Hofer Vereinsleben ist. Es wird nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein, in dem wir den ASV lautstark unterstützen werden.“

Julius Reuther (Firma Güttler, Sponsor des ASV Hof): „Das war wieder eine super Leistung der ASVler. Vor allem von den jungen Ringern, die sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Für mich zeichnet sich der ASV Hof durch das konsequente Festhalten an den eigenen Sportlern aus. Ich kann es nur jedem, der noch nie beim Ringen war, ans Herz legen, einen Heimkampf zu besuchen. Eine großartige Stimmung und eine klasse Fangemeinde, die auch das Nötige dazu beigetragen hat, den ASVlern zu ihrem ersten Heimkampf in dieser Serie zu verhelfen. Das macht Lust auf mehr.“

Mit dem AC Regensburg gibt der derzeitige Tabellenzweite der Bayernliga Nord am Samstag um 19:30 Uhr in der Hofer Jahnhalle seine Visitenkarte ab. Die Oberpfälzer haben bislang noch keinen Kampf verloren. Gegen den starken SC 04 Nürnberg holten sie auf fremder Matte einen Zähler. Es wird also wieder ein schwerer Kampf für das junge Hofer Team.

Trainer Fabian Rudert plagen indes Aufstellungssorgen. Er selbst hat sich im letzten Kampf gegen Tobias Schmidt von den Nürnberg Grizzlys verletzt. Außerdem laboriert Nick Hartung an einem „Ringerohr“, das ihn bereits in den beiden letzten Kämpfen sehr behinderte. Rudert blickt dennoch zuversichtlich auf den anstehenden Kampftag. „Zwar haben wir zwei Heimkämpfe knapp verloren, aber wir haben auch gesehen, dass der ASV Hof durchaus über eine ausgeglichene und vor allem konkurrenzfähige Staffel verfügt. Natürlich haben die fantastischen Anhänger des ASV dazu beigetragen, dass unsere Ringer bis zum Letzten gekämpft haben. Der AC Regensburg ist in der Favoritenrolle, aber es ist dennoch möglich, mit unseren Fans im Rücken, am Samstag den ersten Heimsieg einzufahren.“

Freundschaftskampf gegen Rehau

Bereits um 18:15 Uhr bestreiten die zweite Mannschaft des ASV Hof und der RSC Rehau einen Freundschaftskampf. Der verantwortliche Trainer der zweiten Mannschaft, Maximilian Fleischer: „Nachdem wir in der Gruppenliga nur insgesamt vier Mannschaftskämpfe austragen können, freuen wir uns, dass sich unsere Sportfreunde aus Rehau bereiterklärt haben mit uns diesen Freundschaftskampf auszutragen. So können sich die Ringer der zweiten Mannschaft auch im Wettkampf für den ein oder anderen Einsatz in der ersten Mannschaft empfehlen.“

Die Hofer hatten kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Besser lässt sich der Mannschaftskampf des ASV Hof gegen die dritte Garnitur des SV Joh. Nürnberg nicht beschreiben. Die Nürnberger reisten mit der bislang stärksten Aufstellung nach Hof. Sie setzten insgesamt vier sieggewohnte Ringer ein, die in dieser Serie noch nicht in der dritten Mannschaft starteten. Die Hofer Trainer schickten wieder eine junge, aber durchaus schlagkräftige Mannschaft ins Rennen, jedoch reichte es am Ende nicht zum ersten Heimsieg. Vor einer fantastischen Kulisse lieferten sich die beiden Bayernligateams einen immer fairen Schlagabtausch mit vielen spannenden Einzelkämpfen. Kampfleiter Geiger aus Geiselhöring leitete den Mannschaftskampf gut. Dennoch haderten die Zuschauer mit der ein oder anderen Entscheidung des Schiris.

Stimmen zum Kampf

Trainer Fabian Rudert: „Heute lief es nicht gerade gut für uns. Marcel Kastner stand aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung, meine Verletzung im Kampf und fehlender Mut beim Kampfrichter, ohne diesem einen Vorwurf zu machen, führten am Ende zu dieser knappen Niederlage.“

Vorsitzender Wolfgang Fleischer: „Ich erlebte heute einen sehr spannenden Bayernliga-Kampf mit fantastischen Fans. Ich bekam Gänsehaut als die Fans Gutmanns außerordentlichen Kampfgeist trotz der damit verbundenen Niederlage des ASV mit standing ovations honorierten. Solche Fans kann man sich nur wünschen. Einfach nur klasse.“

Trainer Martin Preiß: „Der Druck auf die Jungs ist schon gewaltig. Das muss man erst mal wegstecken. Man spürt einfach, dass wir ein junges, aber teilweise noch unerfahrenes Team auf die Matte schicken. Das macht als Trainer sehr viel Spaß, da viele junge ehrgeizige Ringer auf der Matte stehen, aber man muss dann auch mit solchen knappen Niederlagen umgehen können.“

Am Samstagabend um 19:30 Uhr empfängt der ASV Hof in der Jahnhalle die dritte Mannschaft des SV Joh. Nürnberg. Die Nürnberger, deren erste Mannschaft in der Bundesliga antritt, verfügen nicht nur über eine zweite Männermannschaft, sondern auch über eine dritte Männermannschaft. Während die zweite Garnitur in der Bayerischen Oberliga kämpft, stieg die dritte Mannschaft in die Bayernliga Nord auf. Die beiden ersten Kämpfe in der diesjährigen Bayernliga-Saison haben die Noristädter verloren. Dennoch warnt Trainer Fabian Rudert: „Wir dürfen keine Mannschaft auf die leichte Schulter nehmen. Nürnberg verfügt über einen extrem großen Kader. Sie können äußerst variabel aufstellen.“

Großer Zusammenhalt im Team

Mit ihrem Kantersieg beim ASV Neumarkt haben die ASVler ein Ausrufezeichen gesetzt. Stellvertretender Vorsitzender Michael Kemnitzer äußert sich begeistert: „Der Zusammenhalt im Team ist hervorragend. Da kämpft einer für den anderen. Es macht Spaß dabei zu sein.“ Am Samstag wird sich laut dem Trainer die Aufstellung zwar ändern, aber eben nicht grundlegend: „Bis heute läuft in der Vorbereitung alles nach Plan. Dennoch wird es eine Änderung in der Aufstellung geben Wir werden wieder ein starkes Team in Rennen schicken können.“

Nach der unglücklichen Niederlage am vergangenen Wochenende auf heimischer Matte wollen die Ringer des ASV Hof bei ihrem ersten Auswärtskampf dieser Saison punkten. Das Team um Trainer Fabian Rudert muss am Samstag beim ASV Neumarkt antreten. Die Oberpfälzer dürfen nicht unterschätzt werden.

Neumarkt verfügt über einige hervorragende Ringer, von denen vor allem die Thumshirn-Brüder und Trainer Armin Prantl hervorzuheben sind. „Das wird definitiv kein Selbstläufer in Neumarkt. Wir müssen sicher an unsere Grenzen gehen, um am Samstag die Punkte mit nach Hause nehmen zu können“, so der Hofer Trainer Rudert.

Der ASV Hof wird dem Grunde nach mit der gleichen Mannschaft wie beim Auftaktkampf antreten. „Alle Ringer haben eine ordentliche Leistung gebracht. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und gekämpft“, so Vorsitzender Wolfgang Fleischer.

Wird wieder im Aufgebot stehen: Schwergewichtler Lukas Fleischer

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