Am Samstag um 19:30 Uhr empfangen die Ringer des ASV Hof im letzten Kampf der Bayernliga-Vorrunde den TSV Weißenburg. Die Mittelfranken stehen zwar auf Platz 6, sind aber nur 2 Punkte vom dritten Platz in der Tabelle entfernt. Erst in der vergangenen Woche konnten sie den ASV Neumarkt besiegen.

Im Kader des ASV Hof gibt es immer noch Verletzte, so dass es durchaus zu Veränderungen in der Mannschaft kommen könnte. Der Hofer Trainer Fabian Rudert blickt dennoch zuversichtlich auf die Begegnung: „Natürlich sind wir als Tabellenführer Favorit in diesem Mannschaftskampf, aber wir werden uns den Sieg am Wochenende hart erkämpfen müssen“. Mannschaftsführer Willi Popp ergänzt: „Mit der Einstellung, die unser Team am vergangenen Wochenende in Nürnberg an den Tag gelegt hat und den fantastischen Fans, die als elfter Mann hinter der Mannschaft stehen, sollten wir die Punkte in Hof behalten“.

Der ASV Hof, Spitzenreiter der Bayernliga Nord, muss am kommenden Samstag um 19:30 Uhr beim SC04 Nürnberg antreten. „Die Nürnberger liegen uns nicht. Sie verfügen über einen großen Kader und haben einige sehr gute Ringer in ihren Reihen. Wir werden das Ganze am Wochenende hochkonzentriert angehen, denn wir wollen die Punkte mit nach Hause nehmen“, erläutert der Hofer Trainer Fabian Rudert. Ob  Alexander Ackermann, der in der vergangenen Woche krankheitsbedingt pausieren musste, wieder zur Mannschaft stoßen wird, ist noch fraglich. Außerdem haben sich zwei Ringer des insgesamt 33 Mann starken Kaders des ASV Hof verletzt und könnten einige Kampftage ausfallen. Die endgültige Mannschaftsaufstellung wird nach dem Freitagstraining festgelegt.

Die ASVler holten dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung in Neumarkt einen nie gefährdeten 25:8-Auswärtserfolg. Die mitgereisten Fans konnten bereits nach dem sechsten Kampf den Mannschaftssieg feiern. Trainer Fabian Rudert stellte etwas um, da Alexander Ackermann pausieren musste.

In der Klasse bis 57 Kilo waren die Gastgeber unbesetzt. Yakup Bozkurt bekam die Punkte kampflos zugesprochen.

Lukas Fleischer bekam im Schwergewicht wieder einen schweren Brocken vorgesetzt. Kirill Gergert brachte gut einen halben Zentner mehr auf die Waage, was allerdings den Hofer nicht aus der Fassung brachte. Fleischer war stets der aktivere Ringer und siegte nach sechs Minuten hochverdient mit 6:0 nach Punkten.

In der Klasse bis 61 Kilo im griechisch-römischen Stil traf der Hofer Rene Roth auf Ivan Eberhard. Der ASVler spulte sein Programm ab und setzte dadurch den Gastgeber immer wieder unter Druck. Bereits in der ersten Runde führte Roth mit 4:0. In der zweiten Runde verwaltete er den Kampf und holte einen sicheren 7:1-Punktesieg in die Hofer Ecke.

Der Hofer Trainer Fabian Rudert griff den Neumarkter Philip Hergert von der ersten Sekunde wieder und wieder an. Einem blitzsauberen Beinangriff folgte ein Durchdreher, so dass schnell klar wurde, wer als Sieger die Matte verlassen wird. Noch in der ersten Runde wurde der ASVler zum gefeierten 16:0-Punktesieger erklärt.

Der ASVler Felix Marek war in der Klasse bis 66 Kilo gegen Vladislav Buskin gut aufgelegt. Mit schönen Beinangriffen und wuchtigen Durchdrehen holte sich der Hofer Punkt um Punkt, was ihm eine 14:0-Pausenführung einbrachte. Die noch fehlende Wertung zum Überlegenheits-sieg war im zweiten Durchgang eine reine Formsache. Zur Pause führte Hof mit 16:0.

Maximilian Fleischer trat in der Klasse bis 86 Kilo im griechisch-römischen Stil gegen Neumarkter Fabian Thumshirn an. Der ASVler bestimmte das Kampfgeschehen. In beiden Runden war Fleischer aktiver, was ihm insgesamt drei Mal den Vorteil der Oberlage einbrachte. Diese Chance nutzte der Hofer konsequent und drehte den Gastgeber mehrmals durch. Am Ende siegte Fleischer verdient mit 10:0.

Süleyman Yildirim musste gegen Adam Kovacs antreten. Gegen den Ungarn in Neumarkter Diensten hielt der Hofer sehr gut mit. Vor allem beim Abwehrverhalten im Bodenkampf  zeigte Yildirim, dass er nicht unterschätzt werden darf. Allerdings ließ Kovacs vor allem in der zweiten Hälfte seine Klasse aufblitzen und der ASVler musste die Überlegenheit seines Gegners anerkennen.

Einen sehr spannenden Kampf sahen die rund 80 Zuschauer in der Klasse bis 80 Kilo Freistil. Manuel Albert traf auf Achim Thumshirn. Dieser Kampf alleine war das Eintrittsgeld wert. Beide Ringer schenkten sich nichts und kämpften um jeden Zentimeter Matte. Der Hofer ging in Führung, jedoch drehte der Neumarkter den Spieß um und schien den Kampf heimringen zu können. Allerdings hat der Gastgeber die Rechnung ohne Manuel Albert gemacht. Der ASVler kam in den Kampf zurück und siegte am Ende hochverdient mit 13:9 nach Punkten.

Hayk Ghazaryan vom ASV Hof traf auf den bislang ungeschlagenen Rostislav Leicht. Der ASVler kämpfte beherzt und hielt hervorragend dagegen. In der ersten Runde verletzte sich der Hofer am Fuß. Trotz dieser Verletzung gelang dem Hofer noch eine Wertung, jedoch konnte er die Angriffe Leichts nicht mehr wie gewohnt kontern. Am Ende wurde der Neumarkter zum Sieger erklärt.

Im letzten Kampf des Abends hatte es Orlando Gutmann eilig. Sein Gegner Wadim Hergert wehrte sich verzweifelt, aber der Hofer war auf ein schnelles Ende des Kampfs aus. Nachdem der ASVler seinen Kontrahenten in die Bodenlage beförderte, folgten zwei Durchdreher, was eine 6:0-Führung bedeutete. Die nächste Aktion Gutsmanns, ein ansatzloser Kopfzug vom Stand, beendete den ungleichen Kampf in der zweiten Minute.

Nach der gezeigten Leistung gegen den Mitfavoriten der Bayernliga Nord, den Unterdürrbach, gelten die Ringer des ASV Hof in Neumarkt natürlich als Favorit. „Der derzeitige Tabellenplatz unseres Gegners sagt nichts über die Stärke der Mannschaft aus. Wir dürfen den ASV Neumarkt nicht unterschätzen, zumal er auf eigener Matte sich keine Blöße geben wird“, fasst Trainer Fabian Rudert die Situation vor dem nächsten Auswärtskampf zusammen. Mannschaftsbetreuer Willi Popp ergänzt: „Nach dem harten Kampf vom vergangenen Samstag nahmen alle Ringer an den bisherigen Trainingseinheiten teil“. Die endgültigen Aufstellungen für beide Teams werden die Trainer wie gewohnt Ende dieser Woche bekannt geben. Der Bayernligakampf findet am Samstag um 19:30 Uhr statt.

Das Reserveteam des ASV Hof muss beim Nachbarverein RSC Rehau antreten. „Die Rehauer führen die Tabelle in der Gruppenoberliga verdient an. Auf heimischer Matte sind sie klarer Favorit. Nichtsdestotrotz werden wir eine starke Mannschaft nach Rehau schicken, um den Zuschauern tolle Kämpfe zu garantieren“, erklärt der verantwortliche Trainer Maximilian Fleischer. Der Kampf in der Gruppenoberliga Nord findet am Samstag um 19:30 Uhr in Rehau statt.

Die Schülermannschaft des ASV Hof muss ebenfalls gegen den RSC Rehau auf die Matte. Die Rehauer schlagen sich derzeit sehr gut in der Bezirksliga Oberfranken, so dass es sicher keine einfache Hürde für die Nachwuchsathleten der Hofer Ringer darstellen wird. Kampfbeginn in Rehau ist um 18:30 Uhr.

Am vergangenen Wochenende fand in Dormagen die Deutschen Meisterschaft der weiblichen A-Jugend statt. In der Klasse bis 61 kg wurde Annalena Pohl, die für den ASV Hof auf die Matte geht, vom Bayerischen Ringerverband nominiert. In dieser Gewichtsklasse kämpften insgesamt elf Ringerinnen um die Medaillenplätze. 

 © Silke Schneider

Im ersten Kampf traf die ASVlerin auf ihre bayerische Mannschaftskollegin Lena Forstner vom AC Penzberg. Pohl ließ es ruhig angehen und versuchte mit sauberen Techniken Punkte zu sammeln, was ihr letztendlich auch gelang. Nach 2:38 Minuten führte sie 10:0 und wurde vom Kampfgericht zur Überlegenheitssiegerin erklärt. „Der erste Kampf ist immer etwas heikel. Durch den Sieg bin ich gut ins Turnier gekommen“, erläuterte Annalena ihren Sieg.

Nisa Keskin aus Südbaden musste in der nächsten Runde die Überlegenheit Pohls bereits nach 2:06 Minuten anerkennen. Auch in diesem hart geführten Kampf glänzte die A-Jugendliche mit sauberen Techniken und holte wiederum einen Überlegenheitssieg. In der nächsten Begegnung ging es nun um den Einzug ins Finale. Sofie Lechner vom SC Isaria Unterföhring hieß die Kontrahentin in diesem wichtigen Gefecht. Pohl kämpfte hochkonzentriert, ging nie ins Risiko und war immer darauf aus, sichere Wertungen zu erzielen. So sammelte sie einen Punkt nach dem anderen ein und feierte auch hier einen 10:0-Überlegenheitssieg.

Mit Leonie Steigert vom ASV Vorstetten wartete im Finale dieser Gewichtsklasse keine geringere als die Titelverteidigerin und Dritte der Europameisterschaften. In einer ausgeglichenen ersten Runde konnte die ASVlerin sehr gut mithalten, lag aber zur Pause 0:3 im Rückstand. Nun musste Annalena alles auf eine Karte setzen. Bei einem Angriff wurde sie geschickt gekontert, der Rückstand betrug nun fünf Punkte. Pohl erhöhte den Druck nochmals und die erfahrene Ringerin aus Südbaden holte sich am Ende einen 10:0-Überlegenheitssieg. Nachdem der verständliche Ärger über das verlorene Finale verflogen war, zeigte sich Annalena Pohl, die das erstes Jahr in dieser Altersklasse kämpft, glücklich: „Mit dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft habe ich mir einen Traum erfüllt. Nun heißt es fleißig weiter trainieren, um im nächsten Jahr wieder ins Finale zu kommen“. 

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