Nach dem vorgezogenen Duell zwischen dem SV Johannis Nürnberg II und dem ASV Hof greifen nun auch die restlichen Teams offiziell am Samstag in die neue Oberliga-Runde ein. In Au/Hallertau erwartet der Bayernligaaufsteiger den Zweitliga-Absteiger Bindlach zum Schlagabtausch. RSC Schonungen trifft daheim auf die SpVgg Freising, während der TSV Burgebrach den SV Mietraching zum Gegner hat. Noch in der vergangenen Wettkampfzeit erkämpften sich die Oberfranken mit einem ausgeglichenen 14:14-Punkteverhältnis Rang fünf. Burgebrachs Trainer Michael Giehl hat den ASC Bindlach als Meisterschaftsfavoriten schon einmal auf dem Schirm. Für das Auftaktduell gegen Mietraching erwartet er eine enge Kiste. In der Vorsaison verlor Burgebrach allerdings seinen Heimkampf gegen die Niederbayern mit 13:18, während auswärts mit 22:14 gewonnen wurde. 

Die beiden Ringervereine ASV Hof und RSC Rehau wollen künftig gemeinsam nicht nur an einem Strang ziehen, sondern auch einen gemeinsamen Weg voranschreiten. Zusammen wolle man „unsere wunderschöne Sportart auch weiterhin attraktiv zu halten“, so die einhellige Meinung der beiden Vorstände Wolfgang Fleischer und Max Köppel in einer Pressemitteilung. Seit ewigen Zeiten sind beide oberfränkischen Vereine Konkurrenten. Heiße Derbys waren und sind daher stets vorprogrammiert. Es entstand eine gewisse Rivalität. Die demografische Entwicklung macht natürlich auch vor den Ringervereinen nicht Halt. Bayernweit kommen immer weniger Kinder in die Ringervereine. Es wird immer schwieriger die Kinder vom Ringen als Sportart zu überzeugen. RSC-Vorsitzender Max Köppel: „Der ASV Hof macht da eine gute Arbeit. Sie gehören zu den wenigen Vereinen in Bayern, die noch nicht von diesem Phänomen betroffen sind. Der ASV verfügt über eine erstklassige Jugendarbeit.“ ASV-Vorsitzender Wolfgang Fleischer lobt den Nachbarverein ebenfalls: „Rehau ist neben dem ASV der Verein in Oberfranken, dessen Jugendarbeit sehr gut aufgestellt ist. Allerdings müssen beide Vereine – insbesondere im Jugendbereich - mehr aufeinander eingehen“. 

Kaum sind die Einteilungen erfolgt, gibt es schon die ersten Veränderungen. Der ASC Bindlach hat seine zweite Mannschaft aus der Gruppenliga Nord mit sofortiger Wirkung zurückgezogen. In einem persönlichen Schreiben wurde BRV-Ligenreferent Florian Geiger über diesen Schritt vorab informiert. Man sei bedauerlicherweise aus sportlicher Sicht nicht in der Lage zwei Mannschaften in der kommenden Wettkampfzeit starten zu lassen. 

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Foto: ASV Hof

Der ASV Hof kann einen weiteren Neuzugang in der Gewichtsklasse bis 75 kg vermelden. Der erst 16 Jahre alte Anthony Sanders wird in der kommenden Saison für den Oberligisten auf die Matte gehen. Anthony Sanders ist amtierender Deutscher A-Jugendmeister im Griechisch-Römischen Stil und startet für Einzelmeisterschaften auch weiterhin für seinen Heimatverein ESV München Ost. Sanders, der bereits bei verschiedenen Lehrgängen des Bayerischen Ringer-Verbands Kontakte zu Hofer Kaderathleten hatte, blickt schon auf die Oberliga-Saison: „Die Oberliga ist eine Herausforderung für mich. Außerdem verfügt der ASV Hof über ein junges Team, das ich gerne unterstützen möchte. Ich freue mich jetzt schon, Teil dieser Mannschaft zu sein“.

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Für eine äußerst positive Überraschung sorgte am vergangenen Wochenende der Hofer Nachwuchs-ringer Florian Pohl bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren im Freistil. Der ASVler, der in diesem Jahr noch bei der A-Jugend an den Start gehen wird, trat in der Gewichtsklasse bis 60 kg an. In der ersten Rund hatte der Hofer ein Freilos und ging somit im Achtelfinale ins Rennen. Dort traf er auf Max Schöne vom SV Braunbedra (Sachsen-Anhalt), den er noch in der ersten Runde mit 10:0 Punkten abfertigte. Mit einem weiteren Überlegenheitssieg gegen den Württemberger Alexander Jakob vom Vfl Neckargartach, den er ebenfalls noch in der ersten Runde auspunktete, zog Pohl ins Halbfinale ein. Dorthin schaffte es auch Marcel Eich von der WKG Untere Nahe aus dem Rheinland. In einem sehr spannenden Halbfinalkampf behielt Florian Pohl stets die Übersicht und führte bereits zur Pause. In der zweiten Runde ließ der ASV-Nachwuchsringer nichts mehr anbrennen, wehrte einige Angriffe des Rheinländers souverän ab und sicherte sich mit 12:5 Punkten den Einzug ins Finale.
Im Finalkampf musste Pohl gegen Timo Moosmann vom KSV Tennenbronn auf die Matte. Der ASVler fand im Südbadener seinen Meister und unterlag mit 1:12 nach Punkten.

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