Der TSV Westendorf hat seinen ersten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Die Ostallgäuer fertigten am vergangenen Samstag in der Sparkassen Arena im Bürgerhaus Alpenblick den SC Oberölsbach mit 24:1 ab. Schon zur Pause führte der TSV uneinholbar mit 14:0. Mann des Abends war Cheftrainer Matthias Einsle, der sich in den Dienst der Mannschaft stellte und einen unglaublichen Kampf absolvierte.

„Wir haben spannende Kämpfe gesehen. Das Ergebnis darf man trotz der Höhe nicht überbewerten“, freut sich Zweiter Vorstand Bernhard Hofmann über den ersten Sieg. Schon der Auftakt des Kampfabends verlief vielversprechend. Im Limit bis 57 Kilo hatte Edris Fazeli einen leichten Stand. Nach 1.50 Minuten stand der Überlegenheitssieg des Westendorfers gegen Salman Kaschijew bereits fest. Im Schwergewicht musste Felix Kiyek (Griechisch-Römisch) gegen Patrik Fanderl ran. Der Oberölsbacher blieb in der abgelaufenen Bayernliga-Saison 2021 zwar ohne Niederlage, doch diesmal hatte er mit Kiyek seinen Meister gefunden. Nach einer zwischenzeitlichen 5:1-Pausenführung drehte der Westendorfer, der schon bei den Bayerischen Meisterschaften Fanderl bezwang, mächtig auf und gewann mit 12:1. Einen weiteren Mannschaftspunkt holte Michael Steiner (61 kg, Griechisch-Römisch), der gegen Fabian Meier knapp gewann. Um das Limit bis 98 Kilo nicht kampflos abzugeben, stellte sich Matthias Einsle auf. Sein Gegner Pascal Hampel führte zwar mit 4:2-Wertungspunkten, doch dann packte der Freistilcheftrainer sein ganzes Können aus und rang den um 20 Kilo schwereren Oberölsbacher mit 13:4 nieder, was in der Arena für Jubelstürme sorgte. „Ich habe nach der Waage kurz überlegt, ob ich das wirklich mache“, sagt Einsle. Dass es für ihn optimal lief, damit hätte er nicht rechnen können, obwohl die Allzweckwaffe der Westendorfer, die Beinschraube, bei richtiger Anwendung jeden Gegner zermürbt. So wie im Fall von Matthias Einsle. „Das ist alte Schule und es funktioniert. Wir haben so viele Schüler, die heute Abend den Kampf beobachtet haben. Was wir immer im Training predigen, klappt“, betont Bernhard Hofmann. Den letzten Kampf vor der Pause entschied Nasrat Nasratzada in der Gewichtsklasse bis 66 Kilo im Freistil mit 14:4 gegen Felix Leinweber für sich.

Selbst im weiteren Verlauf des Kampfabends war der TSV Westendorf bis auf eine Begegnung nicht mehr zu stoppen. Felix Jürgens (86 kg) lag zwar zur Pause mit 4:5 gegen Jürgen Fürst zurück, doch der Griechisch-Römisch-Spezialist drehte die Begegnung und gewann den Kampf noch mit 9:5. Neuzugang Ion Gaimer bekam bei Magomed-Baschir Kartojev zwar ordentlich Gegenwehr, doch der 40-Jährige schaffte mit seiner Erfahrung einen ungefährdeten 5:1-Sieg und damit weitere zwei Punkte für den Gastgeber. Simon Einsle (Freistil) gelang im Limit bis 80 Kilo im Freistil ein 7:0-Sieg gegen Thomas Kleesattel. Ein hartes Duell sahen die 400 Zuschauer zwischen Daniel Joachim und Majid Dadashi. Trotz zwischenzeitlicher 4:0-Führung des Westendorfers und zwei Verwarnungen seines Gegenübers verlor Joachim am Ende knapp mit 5:7-Wertungspunkten. Dagegen ließ Philipp Reiner im letzten Kampf des Abends Jamie-Leon Dirnhofer beim technischen Überlegenheitssieg (17:2) nicht den Hauch einer Chance. „Ich glaube, dass wir den Sieg sehr gut einsortieren können. Wir waren in neun Begegnungen der verdiente Sieger. Wir schauen jetzt weiter auf uns. Um Meister zu werden, müssen wir alle Mannschaften besiegen“, war natürlich auch Vereinschef Robert Zech vom Kampfabend sehr begeistert.

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