BM Wettkampfstätte: 83471 Berchtesgaden, Sporthalle des Bob- und Schlittensportverbandes Deutschland, An der Schießstätte 4

Die Corona-Inzidenzen schnellen in die Höhe. Besonders betroffen sind die Kontaktsportarten. So auch die Ringer des TSV Westendorf. Der Auswärtskampf am heutigen Samstag gegen den TV Geiselhöring ist abgesagt worden. „Aufgrund der unklaren Situation sieht sich Geiselhöring nicht im Stande, eine ordnungsgemäße Durchführung eines Ligenkampfes in der eigenen Halle zu garantieren“, so Jens Heinz, Ligenreferent des Bayerischen Ringer-Verbandes. Weil die Coronainzidenz im Landkreis Straubing-Bogen auf über 500 angestiegen ist, musste der Verein handeln. Damit sind die Westendorfer Ringer schon zum zweiten Mal in dieser Saison indirekt betroffen. Anfang Oktober wurde der Heimkampf des TSV gegen die Nürnberg Grizzlys aufgrund von positiven Coronafällen aufseiten der Franken abgesagt und auf einem späteren Zeitpunkt verschoben. Die Lage in den bayerischen Ligen ist zwar noch überschaubar, doch werden jetzt am Wochenende wieder einzelne Kämpfe coronabedingt nicht stattfinden können. „Letztlich bleibt es dann doch spannend, ob wir die Saison mit allen Ligen überhaupt zu Ende bringen werden“, so Heinz. Obwohl die Wettkampfrunde offiziell am 4. Dezember zu Ende geht, könnten womöglich noch die beiden Samstage am 11. und 18. Dezember als Nachholtermin zur Verfügung stehen. In Westendorf gibt es überhaupt keine Probleme. Seit Beginn der Corona-Maßnahmen halten sich sämtliche Ringer strickt an die von Vorstand und Abteilungsleitung beschlossenen Vorgaben. „Unsere Athleten werden bei uns alle regelmäßig getestet. Selbst bei Heim- und Auswärtsfahrten wird davor noch überprüft“, freut sich TSV-Boss Robert Zech, dass die Jungs Woche für Woche in der weiterhin für sie schweren Zeit mitziehen. „Das ist überhaupt nicht selbstverständlich.“

Deutlich und überraschend hoch haben die Westendorfer Ringer den Nachholkampf in der Bayerischen Oberliga für sich entschieden. Mit 23:6 behielten sie gegen die Nürnberg Grizzlys die Oberhand. Damit bleiben die Ostallgäuer zumindest vor eigenem Publikum ungeschlagen. Zur Pause führte der TSV bereits mit 13:0. „Es ist glücklich für uns gelaufen, weil einige Kämpfe anders verliefen als erwartet“, verweist Michael Heiß, der selbst seinen Kampf gegen Michael Janot mit 7:2 gewann, dabei auf einen Schlüsselkampf im Schwergewicht zwischen Felix Kiyek und Erkan Celik. Der Westendorfer siegte dank seines unbändigen Willens knapp mit 7:5. Acht Einzelsiege gingen auf das Konto des Tabellenzweiten, der nun weiterhin dicht hinter Ligaprimus Hallbergmoos liegt. Am 13. November kommt es in Westendorf zum Gipfeltreffen mit den Oberbayern. „Das wird nochmals ein schöner Kampf. Für uns ist das ein Highlight. Wir können das entspannt angehen“, so Griechisch-Römisch-Cheftrainer Maximilian Goßner.

In der Bayerischen Ringeroberliga hält der TSV Westendorf weiterhin Tuchfühlung zu Spitzenreiter SV Siegfried Hallbergmoos. Zum Rückrundenauftakt zwang der Tabellenzweite auswärts den SC Anger in die Knie. Mit 16:10 ging der Kampf gewonnen. Der Fanclub des TSV, die Allgäubulls, machte die Aufhamer Sporthalle zu ihrer Festung. Schon vor Kampfbeginn herrschte eine tolle Stimmung.

Drei Kämpfe gingen im ersten Kampfabschnitt des Abends über die Bühne. Der Gastgeber ließ das leichteste Limit bis 57 Kilo unbesetzt. Auch Westendorf trat nicht in Bestbesetzung an. Der ecuadorianische Legionär Luis Alejandro Villagomez verletzte sich im Training, sodass auch der TSV dadurch vier Mannschaftspunkte an den Gegner automatisch abgab. Ehe der Kampfabend startete, stand es 4:4. Im Limit bis 61 Kilo im Freistil musste sich Markus Stechele mit 1:3-Wertungspunkten Martin Bauer geschlagen geben. Überhaupt keine Probleme hatte Felix Kiyek im Limit bis 98 Kilo. Der Griechisch-Römisch-Spezialist zerlegte buchstäblich Lukas Koch mit 16:0 technisch überlegen. Im letzten Kampf vor der Pause fand Tizian Reggel kein Mittel gegen Felix Baumgartner. Der Angerer punktete den Westendorfer nach 2.06 Minuten vorzeitig aus. Zur Pause führte der Gastgeber knapp mit 9:8.

Spannend verliefen dagegen die Kämpfe im zweiten Durchgang. Simon Einsle musste ins höhere Limit bis 86 Kilo wechseln. Mit 0:2 verlor er gegen Benedikt Argstatter im Freistil. Einen starken Kampf präsentierte der Westendorfer Daniel Joachim, der Robert Molnar mit 3:1 niederrang und damit für den TSV einen wichtigen Punkt erkämpfte. Nach einem weiteren Sieg in der Gewichtsklasse bis 80 Kilo im griechisch-römischen Stil für Westendorf, waren es die Routiniers Michael Heiß und Matthias Einsle, die den Kampf drehten. Heiß war es, der einen fulminanten Auftritt hinlegte und Michael Klouceck mit 21:4 vorzeitig auspunktete. Einsle hielt im abschließenden Duell bis 75 Kilo im Freistil Markus Fürmann auf Distanz. Der 2:0-Sieg brachte noch einen weiteren Mannschaftspunkt für Westendorf. „Dank unserer Fans, die nach Anger mit gefahren sind, hatten wir eine super Stimmung in der Halle“, zieht Männer-Cheftrainer Matthias Einsle nach dem ersten Rückrundenkampf ein positives Fazit. Weil auch Verfolger Nürnberg gewann, liegen beide Mannschaften mit 10:2-Punkten auf den Plätzen zwei und drei.

In der Bayerischen Ringeroberliga startet der TSV Westendorf mit dem Auswärtskampf gegen den SC Anger die Rückrunde. Das Team aus dem Berchtesgadener Land liegt mit nur einem Sieg auf dem Konto auf dem vorletzten Rang. Die Ostallgäuer dagegen sind hinter Ligaprimus Hallbergmoos auf Rang zwei. Den Vorkampf in Anger bestreitet die zweite Mannschaft des TSV Westendorf.

Die Karten werden mit dem erneuten Aufeinandertreffen wieder neu gemischt. „Zwar sind wir in der Rückrunde ähnlich gut aufgestellt wie in der Vorrunde, doch in Anger wird es gleich zum Auftakt überhaupt nicht einfach“, sieht Freistil-Cheftrainer Matthias Einsle die Siegchancen bei 50:50. „Sie liegen uns einfach nicht“, schiebt er noch hinterher. Der Hinkampf in eigener Halle ging mit 21:13 gewonnen. Michael Heiß, der beim Saisonauftakt gegen Anger fehlte, erwartet ein spannendes Duell. „Wir werden lauter klasse Einzelduelle haben“, ließ der 30-jährige Griechisch-Römisch-Spezialist die Frage unbeantwortet, ob er zum Rückrundenauftakt die Fahrt nach Anger antreten wird. Die Oberbayern sind nach fünf Kämpfen etwas hinter ihren Erwartungen geblieben. Sie haben wie der TSV Westendorf allerdings noch einen Nachholkampf auf dem Buckel. Während die Ostallgäuer am kommenden Freitag die Nürnberg Grizzlys daheim zum Gegner haben, geht es für die Angerer schon am Sonntag nach Burgebrach. Westendorfs Neuzugang Luis-Alejandro Villegomez wird sich gegen das bis dato ungeschlagene Kraftpaket des SCA, Armin Majoros, mächtig strecken müssen. „Anger wird gegen uns die beste Mannschaft auf die Matte schicken. Ihr momentaner Tabellenplatz spiegelt überhaupt nicht die Leistung wider“, ist für Griechisch-Römisch-Cheftrainer Maximilian Goßner der Kampfverlauf völlig offen. „Von der Papierform sind sie in der Rückrunde deutlich stärker einzuschätzen. Ich erwarte eine sehr enge Kiste.“ Nicht nur das Duell im Schwergewicht wird ein Schlüsselkampf, sondern auch in den Gewichtsklassen bis 75 Kilo Freistil und 98 Kilo, wenn Anger hier mit Markus Fürmann und Simon Öllinger zwei starke Athleten auf die Matte schicken wird.

 

Der TSV Westendorf hat am vergangenen Wochenende seinen vierten Saisonsieg gefeiert. Die Ostallgäuer gewannen den Auswärtskampf gegen den TSV Burgebrach am Ende relativ deutlich mit 19:4.Eigentlich hatten die Oberfranken mit Westendorf noch eine offene Rechnung zu begleichen, weil sie vor zwei Jahren beide Duelle um die Gesamtoberliga-Meisterschaft verloren. „Wir hatten uns im Vorfeld mehr erhofft. So eine deutliche Heimniederlage ist natürlich nicht schön. Unserem Gegner zolle ich großen Respekt für diese Leistung. Sie haben verdient gewonnen. Wir haben gekämpft, blieben aber insgesamt chancenlos“, so die Erkenntnis von Burgebrachs Abteilungsleiter Volkmar Schmal.

Schon der Auftakt im leichtesten Limit (57 kg) verlief verheißungsvoll. Edris Fazeli punktete vorzeitig im Freistil seinen Gegner Mukhmad Khakimov aus. Nach 3.19 Minuten stand es 15:0 für den TSV’ler. Im Schwergewicht hatte es Felix Kiyek mit Jens Bayer zu tun. Dank eines Kraftakts gewann er mit 3:1-Wertungspunkten. Knapp an einem Sieg vorbei schrammte Michael Steiner, der in der Gewichtsklasse bis 61 Kilo mit 4:6 gegen Dragos Cimpanu das Nachsehen hatte. Wie schon bei seiner Heimpremiere hatte Westendorfs Neuzugang Luis Alejandro Villagomez (Freistil) auch diesmal keine Probleme. Dank seines 16:1-Siegs im Halbschwergewicht gegen Michael Giehl gab es erneut vier Mannschaftspunkte, die auf das Konto des TSV gingen. Im letzten Kampf vor der Pause schaffte es Nasrat Nasratzada nicht, Yunier Castillo-Silveira zu bezwingen. Der Burgebracher gewann mit 7:0. Zur Pause führten die Gäste mit 9:3.

Die komfortable Führung baute Westendorf im zweiten Durchgang aus. Felix Jürgens holte zwei Mannschaftspunkte beim 7:4-Erfolg im Limit bis 86 Kilo im griechisch-römischen Stil gegen Dominik Winkler. Pech hatte Tizian Reggel im nächsten Kampf, den er wenige Sekunden vor Schluss bei einer 6:5-Führung noch mit 6:6 abgeben musste. Weil Johann Engelhardt noch eine Wertung zugesprochen bekam, landete statt auf dem TSV nun auf dem Burgebracher Konto ein Punkt. Doch es war der letzte Kampf, den die Oberfranken an diesem Abend für sich entschieden. Simon Einsle zeigte eine bärenstarke Leistung gegen den Ungarn Milan Mester, den er im Limit bis 80 Kilo im Freistil knapp mit 2:1 in die Knie zwang. In den beiden abschließenden Duellen bis 75 Kilo blieb Westendorf ebenfalls siegreich. Im Freistil punktete Matthias Einsle Josef Giehl vorzeitig mit 15:0-Wertungspunkten aus. Auch im abschließenden Duell sorgte Michael Heiß (Griechisch-Römisch) für einen klaren Erfolg, als er Felix Pflauger mit 17:6 bezwang. „Wir haben eine starke Teamleistung gesehen“, wobei für Freistil-Cheftrainer Matthias Einsle sein Bruder Simon einen beeindruckenden Auftritt zeigte. „Sein Gegner fand überhaupt kein Rezept. Auch sonst bin ich mehr als überrascht, dass der Gesamtkampf dann doch deutlicher ausfiel als erwartet.“

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