Im Spitzenkampf der Bayerischen Oberliga zwischen dem SV Joh. Nürnberg II und dem ASV Hof mussten sich die Hofer Ringer mit 16:12 geschlagen geben. Die rund 150 Zuschauer sahen spannende Einzelkämpfe zweier ebenbürtiger Mannschaften. Mattenleiter war Robert Reitmeir vom TSV Aichach.

Der bislang in der leichtesten Gewichtsklasse unbesiegte Mark Barnowski setzte seine Siegesserie fort. Der ASVler Yakup Bozkurt gab sein Bestes, konnte aber die Schulterniederlage in der zweiten Runde nicht verhindern. Im Schwergewicht war Lukas Fleischer der aktivere Ringer, musste jedoch gegen den 24 Kilo schwereren Maximilian Brandmayer alles geben um am Ende als 3:1-Punktesieger die Matte zu verlassen. In seiner ungeliebten Stilart, dem griechisch-römischen Stil, kämpfte in der Klasse bis 61 Kilo Rene Roth gegen Damir Schifdugov. Der Nürnberger hatte aufgrund seiner Körpergröße leichte Vorteile, die er in einen 9:0-Punktesieg verwandelte. Einen äußerst interessanten Freistilkampf lieferten sich Erdogan Güzey und Max Osterhoff in der Klasse bis 98 Kilo. Die von Taktik geprägte Auseinandersetzung entschied der ASVler dank seiner cleveren Ringweise mit 1:1 aufgrund der letzten Wertung für sich. Zunächst fand der ASVler Felix Marek in der Klasse bis 66 kg im freien Stil gegen Abubakar-Siddik Salamov kein Rezept. Gegen Ende der ersten gelang dem Hofer die erste Wertung, der er in der zweiten Runde weitere folgen ließ. Der 8:1-Punktesieg Mareks war hochverdient. Pausenstand SV Joh. Nürnberg gegen ASV Hof 7:4.

In der Klasse bis 86 Kilo wehrte sich Fabian Rudert gegen den Greco-Spezialisten Michael Lutz nach Kräften. Der Mittelfranke sammelte Punkt für Punkt, bevor der ASVler kurz vor Kampfende durch einen beherzten Überraschungsangriff noch auf 11:4 verkürzte. Keanu Muric und der Nürnberger Artur Gottfried zeigten in der Klasse bis 71 Kilo einen äußerst abwechslungsreichen Greco-Kampf. Muric hatte sehr gute Ansätze und brachte den favorisierten Gottfried immer wieder in Bedrängnis, jedoch konnte er den 12:4-Sieg des Gastgebers nicht verhindern. Nick Hartung traf in der Klasse bis 80 Kilo auf den erfahrenen Michael Janot. Immer wieder gelangen dem Nürnberger geschickte 2er-Wertungen. Der sich tapfer wehrende ASVler musste in der zweiten Runde den 18:3-Überlegenheitssieg Janots anerkennen. Saikhan Dzhambulatov ging hochkonzentriert in den Kampf der Klasse bis 75 Kilo im freien Stil. Sein Gegner Jakub Mayer wurde nach rund 40 Sekunden vom ASV-Ringer überrascht und geriet in die gefährliche Lage, aus der er sich nicht mehr befreien konnte. Dzhambulatov wurde nach 51 Sekunden zum Schultersieger erklärt. Im letzten Kampf des Abends zeigte Jiri Koran in der Klasse bis 75 Kilo gegen Luis Brandl einmal mehr sein Können. Mit einer Fassart gelangen dem Hofer zuerst zwölf Wertungspunkte, bevor er den Nürnberger auf beide Schultern legte. Endstand SV Joh. Nürnberg gegen ASV Hof 16:12.

In der Landesliga Nord stehen sich am Samstag um 18:00 Uhr in der Turnhalle der Schule am Theresienstein die beiden bislang ungeschlagenen Mannschaften gegenüber. Der Aufsteiger in die Landesliga Nord, der ASV Hof II, empfängt den Absteiger aus der Bayernliga SC 04 Nürnberg. Die Mittelfranken wollen nach dem unerwarteten Abstieg im vergangenen Jahr sofort zurück in die Bayernliga. Der Trainer der Nürnberger, Andre Bordihn wird alles aufbieten, um aus Hof die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Die ASVler bleiben gelassen. „Natürlich wollen wir gewinnen, das ist Sport. Aber wir setzen uns nicht unter Druck“, so Marco Zeh, der für die zweite Mannschaft mit verantwortlich zeichnet. „Wir werden die bestmögliche Mannschaft auf die Matte schicken und unseren Zuschauern einen großartigen Spitzenkampf in der Landesliga Nord bieten“, so Zeh abschließend.

Die Jugendmannschaft des ASV Hof ist bislang in der Bezirksliga Oberfranken ungeschlagen. Sie treten am Samstag um 16:45 Uhr bei der WKG Bindlach/Bayreuth/Hof an.

Der ASV Hof hat aufgrund von Hallenproblemen den anstehenden Oberliga-Heimkampf gegen den ATSV Kelheim sowie den Kampf der Dritten Mannschaft in der Gruppenliga Nord gegen ATSV Kelheim II auf Freitag, 01.11.2024, verlegt.

Die Ringer des ASV Hof empfangen am Samstag um 19:30 Uhr in der Hofer Jahnhalle den TSV Berchtesgaden. Die Gastmannschaft schlägt sich in der Oberliga ordentlich. Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber. Vergangene Woche siegte der TSV Berchtesgaden auf fremder Matte beim AC Regensburg mit 8:27 und setzte damit ein Ausrufezeichen. Die ASVler können in diesem Jahr, wie bereits mehrfach umgesetzt, sehr flexibel aufstellen. Dies werden die Hofer Trainer am Samstag erneut unter Beweis stellen. Natürlich sind die ASV-Ringer auf ihren elften Mann, dem fantastischen Hofer Publikum, angewiesen. Mannschaftsbetreuer Willi Popp: „Unsere Fans helfen den Ringern in kritischen Situationen Kräfte freizusetzen. Dies konnten wir alle am vergangenen Wochenende sehen. Ohne die unermüdlichen Anfeuerungen wäre der Mannschaftssieg nicht möglich gewesen.“ 

Bereits um 18:15 Uhr treten die Nachwuchsmannschaften des ASV Hof und des RSC Rehau in der Oberfrankenliga gegeneinander an. Beide Vereine betreiben ein sehr gute Nachwuchsarbeit, so dass ein spannender Mannschaftskampf in der Jahnhalle zu erwarten ist.

Der ASV Hof II muss beim TSV Zirndorf antreten. Die bisher ungeschlagenen Aufsteiger des ASV wollen ihre weiße Weste behalten, wissen aber um die Stärken der Zirndorfer auf eigener Matte. Die dritte Mannschaft des ASV Hof muss beim ASV Au/Hallertau antreten. Die Hofer Ringer gelten in dieser Begegnung als Außenseiter.

Millisekunden nachdem Kampfleiter Rankl aus Mietraching im letzten Kampf des Abends den Schultersieg für Nick Hartung feststellte, rannten alle Mannschaftsringer, Betreuer und Trainer auf die Matte und feierten den Matchwinner. Der ASV Hof lag vor diesem Kampf mit 11:13 gegen eine starke Gästemannschaft aus Erlangen zurück. Der Sieg Hartungs machte den Mannschaftssieg des ASV Hof perfekt. 

Rund 500 Zuschauer erlebten in der Hofer Jahnhalle einen mitreißenden Mannschaftskampf, bei dem auch jede Einzelbegegnung an Spannung nicht zu überbieten war. Das Drehbuch für diesen Vergleich in der Bayerischen Oberliga hätte aus der Feder von Alfred Hitchcock stammen können.

Auf Hofer Seite mussten die ASV-Trainer auf Matej Zvolanek und Jiri Koran verzichten. Außerdem meldeten sich Manuel Albert und Lukas Fleischer krank. Dennoch gelang es, eine starke Staffel beim zweiten Heimkampf zu stellen. Nach dem Wiegen war klar. Der TV Erlangen schickte ein Team auf die Matte, das die Punkte aus Hof mitnehmen möchte.
Das Freistilgefecht zwischen Yakup Bozkurt (Hof) und Amer Alaayouf (Erlangen) brachte den Blutdruck des Publikums gleich in Fahrt. Beide Ringer kämpften mit offenem Visier, wobei der Gastringer leichte Vorteile hatte. Der 15:10-Punktesieg brachte den TV Erlangen mit 0:2 in Führung. Im Schwergewicht konnte Benjamin Giegold (Hof) seinen Gegner Zaheri Poorya (Erlangen) mit einem Kopfzug überraschen. In der Folge riskierte der ASVler zu viel und musste bei einem Konter auf beide Schultern. Einen Kampf auf Biegen und Brechen lieferten sich in der Klasse bis 61 kg Rene Roth (Hof) und Siamand Pinehdooz (Erlangen). Der Gast führte zur Pause mit 5:0 nach Punkten. In der zweiten Runde dreht Roth auf und kämpfte sich auf 4:5 heran. Am Ende rettete der Erlangener Ringer einen Punkt für seine Mannschaft. Die ersten Punkte für den ASV Hof holte dann in der Klasse bis 98 kg Max Osterhoff. Sein Gegner Siavash Abdimanesh versuchte, sich durch eine passive Ringweise wenig Punkte abzugeben. Der ASVler machte dem Gast einen Strich durch die Rechnung und holte durch einen nie gefährdeten 9:0-Punkesieg die ersten drei Mannschaftspunkte für den ASV. Im letzten Kampf vor der Pause, Gewichtsklasse bis 66 kg, standen sich Felix Marek (Hof) und Kiani Hamed (Erlangen) gegenüber. Beide Ringer waren bemüht keine Punkte abzugeben. Mit einem schnellen Angriff ging Hamed in Führung. Der ASVler versuchte aufzuholen, jedoch fand der starke Erlangener immer wieder ein Rezept, um die Angriffe Mareks im Keim zu ersticken. Am Ende unterlag der Hofer mit 1:4 nach Punkten, was den Pausenstand von 3:9 für Erlangen bedeutete.

Fabian Rudert (Hof) überraschte den Erlanger Kellers in der Klasse bis 86 kg immer wieder mit seiner schnellen und offensiven Ringweise. Der Pausenstand von 4:12 für den ASVler war hochverdient. In der zweiten Runde punktete Rudert weiter und holte sich einen umjubelten 19:4-Überlegenheitssieg. Keanu Muric traf in der Klasse bis 71 kg auf den körperlich sehr starken Ehsan Hekmat. In diesem spannenden Greco-Kampf lag der Hofer mit 0:4 im Rückstand und kämpfte sich, vom Publikum angetrieben, auf 3:4 heran. Danach wollte Muric mehr und ging ins Risiko, was der erfahrene Hekmat auszunutzen wusste. Am Ende hieß es 3:10 für den Gastringer. Noori Ebadullah hatte in der Klasse bis 80 kg keinen Gegner und holte somit vier Punkte für den ASV Hof. Einen Freistilkampf auf höchstem Niveau sahen die Zuschauer zwischen Saikhan Dhambulatov (Hof) und Islam Tulikov (Erlangen). Tulikov konnte sich leichte Vorteile erkämpfen und siegte am Ende mit 5:0 gegen den ASVler. Nun stand es zwischen dem ASV Hof und dem TV Erlangen 11:13 und es folgte der letzte Kampf des Abends.

Die Erste Mannschaft des ASV Hof wurde vom Trainerteam für diesen Auswärtskampf an vier Positionen verändert. Einerseits musste auf Verletzungen reagiert werden, andererseits waren taktische Umstellungen Hintergrund der vorgenommenen Rochaden in der ersten Mannschaft. Die ASV-Ringer zeigten sich gut aufgelegt und fertigten den Aufsteiger in die Oberliga, den AC Regenburg, mit 4:29 auf eigener Matte ab. Kampfleiter Geiger hatte bei dieser Begegnung ein leichtes Spiel. Die Kämpfer beider Vereine lieferten sich immer faire Einzelkämpfe.
Auch die Zweite Mannschaft des ASV Hof erkämpfte sich einen hohen Auswärtssieg. In der Landesliga Nord ließen die Aufsteiger der WKG Bindlach/Bayreuth/Hof auf eigener Matte keine Chance und besiegten die Gastgeber souverän mit 8:41.
Die Dritte des ASV Hof trat beim Reserveteam des AC Regensburg an. In diesem Mannschaftskampf in der Gruppenliga Nord, der als Vorkampf vor der Oberligabegegnung ausgetragen wurde, setzten sich die Gastgeber mit 37:16 durch.

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