
Idris Ibaev (links) und Christopher Kraemer gehen beim Großen Preis auf die Matte. © Roman Hölzl/Christopher Kraemer
Einmal im Jahr blickt die internationale Ringerszene nach Dortmund. Jetzt am kommenden Samstag steht die Neuauflage des Großen Preises von Deutschland auf dem Programm. Bei diesem Spektakel werden rund 100 Athleten im griechisch-römischen Stil aus 13 Nationen erwartet. Statt bisher zwei Tage geht die Veranstaltung in diesem Jahr nur einen Tag. Bundestrainer Maik Bullmann hat zwei bayerische Athleten im Gepäck.
Einer davon ist Idris Ibaev. Der Spitzenringer des SV Wacker Burghausen startet in der Gewichtsklasse bis 77 Kilo. Der mehrfache internationale Medaillengewinner verfügt über enorme Erfahrung und zählt regelmäßig zu den stärksten deutschen Athleten in seiner Gewichtsklasse. Mit seinem offensiven Kampfstil und seiner internationalen Routine gehört er auch in Dortmund zum erweiterten Favoritenkreis. Als seine größten Konkurrenten gelten allen voran der Ungar Levente Levai, der sich im vergangenen Jahr zum Europameister krönen konnte. Zudem könnte es zu einer Neuauflage des Finals der Deutschen Meisterschaften kommen, sollte es zum Duell mit Samuel Bellscheidt kommen.
Kein leichtes Unterfangen
Das große Ziel für Christopher Kraemer ist und bleibt die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Darauf arbeitet er kontinuierlich hin. Der Terminkalender des 30-Jährigen ist aktuell wieder voll. Der Westendorfer wird ebenfalls im Limit bis 67 Kilo dabei sein.Dieses Turnier dient auch dem Bundesligaringer des SC Siegfried Kleinostheim als wichtiger Härtetest auf dem Weg zur WM im Oktober in Kasachstan. Im Vorjahr konnte er nach einer langen Verletzung wieder in Dortmund durchstarten. Er holte sich hier die Bronzemedaille. Auch in diesem Jahr will Kraemer um die vorderen Plätze mitkämpfen. Das Teilnehmerfeld ist stark. Mit dem Österreicher Aker Schmid könnte ihm ein Gegner gegenüberstehen, den er genauso nicht unterschätzen darf, wie die drei bulgarischen Athleten. Mit dem Kasachen Bagdat Sabaz steht sogar der Vorjahressieger wieder parat. „Ich erwarte keinen Selbstläufer. Keinen Gegner darf ich unterschätzen“, macht Kraemer deutlich. Der Große Preis von Deutschland wird von den DRB-Kaderathleten nicht als fokussierendes Turnier gesehen. Stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf der WM in Astana. „Wir bestreiten das Turnier in Dortmund aus dem Training heraus“, betont Kraemer, der momentan auf vielen Lehrgängen und Turnieren gefordert ist. Zuletzt stand der Westendorfer beim Rankingturnier in Ungarn auf der Matte.


+49 (0) 89/15702-370