
Collage © Fabio Aiello
Mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille kehrten die Ringer des SC Isaria Unterföhring von den Deutschen Meisterschaften der Elite zurück, die dieses Wochenende im unterfränkischen Elsenfeld ausgetragen wurden.
Gleich am ersten Wettkampftag musste Dominic Thiel auf die Matte. Da er wegen Krankheit bereits die Titelkämpfe der Junioren verpasst hatte und auch kurz vor den Titelkämpfen der Männer erneut krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, war man auf seinen Auftritt und seine Form gespannt. Doch bereits nach seinem ersten Kampf, den er überlegen mit 10:0 gegen Finn Weiß aus Sachsen gewann, gegen den er vor zwei Jahren noch die EM-Teilnahme ausringen musste, war er auf Medaillenkurs. Durch zwei weitere Siege gegen die beiden Württemberger Burak Demir und Felix Fecher sicherte sich Dominic Thiel den Finaleinzug. Hier musste er die Überlegenheit des Bundeskaderringers Nico Megerle aus Südbaden anerkennen, setzte aber, mit gerade einmal 18 Jahren und trotz der widrigen Umstände, mit dieser ersten Silbermedaille im Männerbereich ein großes Ausrufezeichen.
Angestachelt durch diesen Erfolg gingen am zweiten Wettkampftag seine beiden Mannschaftskameraden Felix Kirchhoff und Basir Ibrahimi auf die Matte. Erstmals bei einer Deutschen Meisterschaft ging Basir Ibrahimi im leichtesten Gewicht bis 55 Kilo im griechisch-römischen Stil an den Start. Basir, Cheftrainer der Isaria Schüler, errang in seiner mit fünf Teilnehmern besetzten Klasse, die im Nordischen Turnier (jeder gegen jeden) ausgetragen wurde, drei klare Siege. Lediglich gegen den späteren Sieger aus Württemberg, Amin Aliyev, musste Basir eine Niederlage einstecken, durfte sich jedoch ebenfalls über seine erste Silbermedaille im Männerbereich freuen.
Eine Gewichtsklasse höher, im freien Stil bis 61 Kilo erkämpfte sich Felix Kirchhoff unter zehn Teilnehmern mit der Bronzemedaille einen weiteren Podestplatz und ebenfalls seine erste Medaille im Männerbereich. Doch nach seinem ersten Kampf schien der Traum der Medaille bereits geplatzt zu sein. Gegen den erfahrenen und körperlich starken Milad Aloutsche aus Nordrhein-Westfalen fand er nie in den Kampf und musste eine 2:7-Niederlage hinnehmen. Dadurch, dass sein Gegner das Finale erreichte, konnte Kirchhoff über die Hoffnungsrunde jedoch nochmal in das Geschehen eingreifen und sicherte sich mit einem knappen 4:2-Punktsieg gegen Iannis Lupu aus Südbaden die Bronzemedaille.
Berenike Kurth konnte verletzungsbedingt bei den Frauen nicht antreten. Dreimal Edelmetall bei den Männern ist der größte Erfolg in der nun 101-jährigen Geschichte des SC Isaria Unterföhring auf Deutschen Meisterschaften und untermauert die gezielte und kontinuierliche Jugendarbeit des Vereins.


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