Der erste Tag der Bayerischen Meisterschaften ist vorbei. Die Freistiler sowie die Frauen und die weibliche Jugend bestimmten das Geschehen in der HUK-Coburg arena. Insgesamt schritten 575 Athletinnen und Athleten aus 58 gemeldeten Vereinen über die Waage. Für Marcel Fornoff, Freistil-Cheftrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes, war es eine schöne Veranstaltung, die in einem würdigen Rahmen durchgeführt wurde.
Sportlich gesehen stach für ihn die U17-Altersklasse heraus. „Da haben wir ein gutes Jahr und definitiv ein hohes Niveau“, so Fornoff in seiner sportlichen Bilanz. Mit Emin Letaief, Jakub Maier und Mark Barnowski stachen für ihn drei Athleten heraus. Die drei Nürnberger gewannen allesamt den Titel. In der Gewichtsklasse bis 60 Kilo erkämpfte sich Letaief allein 63:2-technische Punkte. Er gewann das Finale gegen den Unterföhringer Tobias Kohler mit 10:2-Wertungspunkten. Im großen Feld von 25 Teilnehmern setzte sich Jakub Mayer ebenfalls souverän durch. Acht Kämpfe musste er bestreiten, ehe er sich nach einem langen Kampftag die Goldmedaille umhängen durfte. 80:1-technische Punkte sind seine erfolgreiche Ausbeute. Er gewann das Finale gegen Erion Haliti (Neumarkt/Opf.) mit 11:1-Wertungspunkten. Mark Barnowski gehört altersbedingt noch zur Altersklasse U17. Doch der aufstrebende Athlet der Grizzlys ging in der Altersklasse U20 auf die Matte. Auch hier dominierte er das Geschehen. Im Finale bis 61 Kilo setzte er sich nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch souverän gegen Chas-Magamed Kerimow (SC 04 Nürnberg) mit 16:6 durch.

Groß ist die Freude bei Elias Kunz (SC 04 Nürnberg), der sich im Finale bis 65 Kilo gegen den Westendorfer Maxim Kremer durchsetzte. © Stefan Günter
Enttäuschend aus Sicht von Freistil-Cheftrainer Marcel Fornoff war der Auftritt bei den Männern. Insgesamt traten nur 92 Athleten über die Waage. „Da müssen wir schauen, dass wir das künftig ausgleichen können“, lässt der Coach die strategische Maßnahme hier noch offen.

Nach einem kräftezehrenden Finalsieg gegen den Erlanger Siavash Abdimanesh nahm der Kemptener Lukas Bückle (97 kg) die Glückwünsche entgegen. © Stefan Günter
Bei den Frauen ging es nur in drei Gewichtsklassen um Gold, Silber und Bronze. Während im Limit bis 50 Kilo nur Leonie Mayr (SV 29 Kempten) als einzige Teilnehmerin gemeldet wurde, standen bis 55 Kilo vier Starterinnen parat. Der Titel ging an Berenike Kurth (Unterföhring). Nina Brosch aus Augsburg holte sich die Silbermedaille. Platz drei ging an Amalia Heilmann aus Gailbach. Im Limit bis 65 Kilo setzte sich Adelheid Przybylak vom SV Siegfried Hallbergmoos durch.
25 Teilnehmerinnen standen dagegen in der Weiblichen Jugend auf den sechs ausgelegten Matten. Der SV Untergriesbach gewann dank Paula und Emma Killersreiter zwei Goldmedaillen. Zwei weitere Bronzemedaillen kamen noch on-Top dazu.
Die Vereinswertung an diesem Tag ging mit 163 Punkten an den SC Isaria Unterföhring. Die Oberbayern reisten mit 36 Teilnehmern an und lagen am Ende nur einen winzigen Zähler vor dem Zweitplatzierten SV Johannis Nürnberg (162). Der Abstand auf den AC Lichtenfels war dann schon etwas größer. Als Drittplatzierter erreichten sie 94 Punkte.


+49 (0) 89/15702-370