Die schwäbischen Einzelmeisterschaften im Ringen waren aus Sicht des TSV Westendorf ein voller Erfolg. Im eigenen Wohnzimmer, der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus Alpenblick, erkämpften sich die Ostallgäuer insgesamt 38 Medaillen in sieben Altersklassen.
Die Bilanz aus Westendorfer Sicht ist mehr als beeindruckend: 12-mal Gold, 11-mal Silber und 15-mal Bronze. Das Team aus dem Ostallgäuer Ringerdorf ist der große Gewinner der Bezirksmeisterschaften. Denn mit insgesamt 60 Teilnehmern stellte der TSV die meisten Athleten. Mit 467 Punkten gewann Westendorf sehr überlegen und überaus deutlich die Vereinswertung vor dem KSV Unterelchingen (217) und TSC Mering (174).

Über 30 Vereine, darunter zahlreiche Teams aus dem oberbayerischen und mittelfränkischen Raum, sogar aus Österreich, gingen bei den Männern an den Start. 304 Sportler schritten über die Waage. Gerungen wurde auf drei Matten. „Es war eine großartige Meisterschaft in allen Altersbereichen“, hebt Jürgen Stechele besonders die enorme Qualität der Turnierkämpfe hervor. Denn sowohl im Jugend- als auch im Männerbereich habe es spannende und unterhaltsame Kämpfe gegeben. Was der Nachwuchscheftrainer des TSV besonders freut, ist die Tatsache, „dass das Ringen wieder richtig boomt. Viele Athleten, die nach Westendorf gekommen sind, suchen gezielt nach Turnieren und Meisterschaften. Wenn dann noch was geboten wird, wie bei uns, dann nehmen sie es dankend an.“ Für ihn sei das Ringen auf dem richtigen Weg.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Matthias Einsle. Der Freistil-Cheftrainer des TSV Westendorf fungierte bei der Schwäbischen im eigenen Wohnzimmer in einer Art Doppelrolle. Als Bezirksstützpunktleiter und Landestrainer warf Einsle auch einen genauen Blick auf alle teilnehmenden schwäbischen Mannschaften. „Es war ein tolles Turnier. Für viele junge Mattenfüchse waren es gar die ersten Titelkämpfe überhaupt. Die Meisterschaften sind zügig durchgelaufen.“ Besonders bei den Männern, die sowohl im Freistil als auch im griechisch-römischen Stil antraten, sei das Niveau sehr gut gewesen. Insgesamt hatte das Turnier aus Sicht von Matthias Einsle nicht nur den tollen Rahmen, sondern vor allem aus sportlicher Sicht die Qualität. „Ich glaube, der Name Westendorf ist auch ein Grund, dass viele Vereine stets ihre Zusage geben und wissen: Es läuft.“ Während Westendorf allein 48 Nachwuchsathleten auf die drei Matten schickte, nahmen bei den Männern in beiden Stilarten dagegen nur zwölf Ringer teil. „Es ist schon etwas schade, allerdings verstehe ich auch die Gründe bei dem einen oder anderen für einen Nichtantritt. Schließlich war die Mannschaftsrunde doch kräftezehrend, eine kurze Pause zum Durchschnaufen ist hier nachvollziehbar.“
Unterm Strich zieht Schwabens Ringer-Bezirkschef Stefan Günter ein rundum positives Fazit. „Westendorf hat mit Bravour und vielen engagierten Ehrenamtlichen eine tolle Veranstaltung ausgetragen“, betont der 49-jährige Funktionär. „Mein besonderer Dank geht aber an Tobias Hofmann (siehe Bild unten, stehend), der im Wettkampfbüro im Hintergrund alle Daten souverän online aufbereitet hat. Dass das gesamte Turnier reibungslos verlief, ist daher ein großer Verdienst von ihm“, hebt Günter das Engagement Hofmanns heraus.

Bilder zur Schwäbischen © Jens Rarek
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